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Europas Automarkt rutscht ins Minus – Tesla verliert weiter an Boden

Zum Jahresauftakt schwächelt Europas Automarkt, und obwohl Elektroautos kräftig zulegen, verliert ausgerechnet Tesla weiter deutlich an Boden.
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Quelle: - pixabay.com
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Wie der Branchenverband ACEA am Dienstag mitteilte, sanken die Neuzulassungen in der Europäischen Union im Januar um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 799.625 Fahrzeuge. Damit fiel der Markt auf ein Fünfmonatstief zurück und verzeichnete die erste Kontraktion seit Juni. Im Dezember hatte es noch ein Plus von 5,8 Prozent gegeben.

Belastet wurde die Entwicklung vor allem durch eine schwächere Nachfrage in Kernmärkten wie Deutschland und Frankreich. Auch Belgien und Polen meldeten rückläufige Zulassungszahlen. Besonders drastisch fiel der Einbruch in Norwegen aus: Dort brachen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 76 Prozent ein.

Rechnet man neben der EU auch Großbritannien, die Schweiz, Norwegen und Island ein, gingen die Verkäufe im Januar um 3,5 Prozent auf 961.382 Fahrzeuge zurück.

Benziner stürzen ab – Elektrifizierte Modelle dominieren den Markt

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Benzinbetriebene Fahrzeuge verloren deutlich an Boden. Ihre Neuzulassungen sanken EU-weit um rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Frankreich brachen die Benziner-Zulassungen sogar um 49 Prozent ein, in Deutschland um 30 Prozent.

Der Marktanteil von Benzinern schrumpfte damit von nahezu einem Drittel auf nur noch gut ein Fünftel des Gesamtmarkts.

Im Gegenzug legten elektrifizierte Antriebe kräftig zu. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) verzeichneten einen Anstieg von 24 Prozent auf 154.230 Einheiten. Ihr Marktanteil kletterte auf 19,3 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorjahresmonat. Besonders starke Zuwächse wurden in Deutschland, Frankreich, Dänemark und Italien registriert.

Auch Plug-in-Hybride und Vollhybride entwickelten sich positiv. Die Zulassungen von Plug-in-Hybriden stiegen um rund 32 Prozent, Hybridfahrzeuge legten um etwa 6 Prozent zu. Zusammengenommen machten batterieelektrische, Plug-in-Hybrid- und Hybridmodelle 69 Prozent aller Neuzulassungen aus, nach 59 Prozent im Januar 2025.

Trotz des schwachen Jahresstarts liegt der EU-Automarkt im bisherigen Jahresverlauf 2025 insgesamt noch 1,8 Prozent über dem Niveau von 2024.

Volkswagen, BMW (BMW Aktie) und Renault (Renault Aktie) unter Druck – BYD mit Kurssprung bei den Zulassungen

Unter den großen Herstellern mussten mehrere europäische Konzerne Rückgänge hinnehmen. Die Neuzulassungen von Volkswagen sanken um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. BMW verzeichnete ein Minus von 3 Prozent, während Renault mit einem Rückgang von 15 Prozent besonders stark unter Druck geriet.

Auch der japanische Konzern Toyota musste einen Rückgang um 13 Prozent hinnehmen.

Demgegenüber setzte der chinesische Hersteller BYD seinen Expansionskurs in Europa fort. Die Zulassungen schnellten um 165 Prozent nach oben – ein weiteres Indiz für den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch preisaggressive chinesische Anbieter.

Stellantis konnte die Neuzulassungen um 7 Prozent steigern. Auch Mercedes-Benz legte mit einem Plus von 2,8 Prozent zu.

Tesla im Sinkflug – 13. Monat in Folge mit Absatzrückgang

Für den US-Elektroautobauer Tesla setzte sich der Negativtrend fort. Die Neuzulassungen in Europa sanken im Januar um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit verzeichnete das Unternehmen bereits den dreizehnten Monat in Folge rückläufige Verkaufszahlen.

Der anhaltende Rückgang unterstreicht die wachsenden Herausforderungen für Tesla auf dem europäischen Markt, wo zunehmend lokale Hersteller sowie chinesische Wettbewerber Marktanteile gewinnen.

Branche im Umbruch – Handelsunsicherheit verschärft Lage

Die aktuellen Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt tiefgreifender Umwälzungen in der europäischen Automobilindustrie. Traditionelle Hersteller stehen unter Druck, ihre Modellpaletten rasch zu elektrifizieren und zugleich mit günstigeren Importfahrzeugen aus China zu konkurrieren.

Zusätzliche Unsicherheit bringt das internationale Handelsumfeld. Nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten einen Großteil der US-Zölle am Freitag für rechtswidrig erklärt hatte, müssen sich die Hersteller auf eine veränderte handelspolitische Landschaft einstellen.

Der schwache Jahresauftakt verdeutlicht, dass die Branche in einer Phase erhöhter Volatilität bleibt. Während der strukturelle Trend klar zugunsten elektrifizierter Fahrzeuge weist, bleibt die kurzfristige Nachfrageentwicklung angesichts konjunktureller Unsicherheiten und geopolitischer Risiken fragil.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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