- Der europäische Gaspreis ist deutlich gestiegen.
- Er erreichte 83,75 Euro je MWh, den höchsten Stand seit 2022.
- Lieferausfälle aus dem Nahen Osten sorgen für Angebotsängste.
- Hot or not?
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Am Markt sorgen sich die Anleger vor einer anhaltenden Unterbrechung der Lieferungen von Flüssigerdgas aus dem Nahen Osten wegen der Blockade der Straße von Hormus. Ein ursprünglich für den heutigen Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der für den Transport von Energierohstoffen wichtigen Meerenge wurde verschoben.
"Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben", teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Sonntagabend auf der Plattform X mit. Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen wollten. Ansonsten sind auch die Ölpreise zu Beginn der Woche kräftig gestiegen, nachdem Saudi-Arabien infolge von Drohnenangriffen eine wichtige Rohöl-Pipeline geschlossen hatte.
Der europäische Gaspreis hat sich in diesem Jahr bereits fast verdreifacht, da beim Iran-Krieg und den damit verbundenen Einschränkungen bei den Lieferungen von Energierohstoffen weiterhin kein Ende in Sicht ist. Überdies stehen europäische Länder, darunter auch Deutschland, unter Zeitdruck, die ungewöhnlich niedrigen Füllstände der Gasspeicher vor dem Wintereinbruch wieder aufzufüllen. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb um Lieferungen während der Heizperiode härter ausfallen könnte, sollten die weltweiten Lieferströme weiterhin knapp bleiben.
Die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) nach Westeuropa hatten zwar Anfang September zugenommen, wie aus Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet wurden. In der vergangenen Woche seien die Lieferungen aber wieder gesunken, während sich gleichzeitig die Befüllung der Gasspeicher verlangsamt habe./jkr/jsl/men
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