EU will Preissprünge beim Tanken und Heizen vermeiden

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Die EU-Flagge.
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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Um Preissprünge beim Tanken und Heizen für Verbraucher künftig zu vermeiden, will die EU in das Treibhausgas-Handelssystem eingreifen und damit Klimaschutzregeln anfassen. Konkret einigten sich Unterhändler von EU-Staaten und dem Europaparlament darauf, eine Reserve für Emissionszertifikate länger beizubehalten und bei starken Preissteigerungen mehr daraus auf den Markt bringen zu können. Das teilten beide mit. Solche Zertifikate müssen bestimmte Unternehmen für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) erwerben.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Zentrales Klimaschutzinstrument der EU

Das EU-Treibhausgashandelssystem (Emission Trading System, ETS) ist ein wichtiges Klimaschutzinstrument der Europäischen Union. Es wurde 2005 eingerichtet, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Das soll besonders in energieintensiven Sektoren als Anreiz dienen, Treibhausgase einzusparen. Ab 2028 werden auch Brennstoffe wie Benzin und Erdgas in das EU-System einbezogen. Der Preis der Zertifikate beeinflusst dann indirekt die Kosten für Heizöl, Erdgas, Diesel oder Benzin. Bislang gilt das System vor allem für Stromerzeugung und Industrie.

Nicht genutzte Zertifikate werden in der sogenannten Marktstabilitätsreserve (MSR) gehalten. Wenn zu viele im Markt sind, werden einige in die Reserve verschoben. Wenn zu wenige Zertifikate da sind oder der Preis stark steigt, gibt die Reserve zusätzliche Zertifikate frei.

Zertifikate länger als geplant gültig

Werte aus dem Artikel:
BP Aktie 6,315 € +0,88%
ConocoPhillips Aktie 115,36 $ -3,80%
Exxon Mobil Aktie 146,60 $ 0,00%
Shell Aktie 37,07 € -0,46%
TotalEnergies Aktie 87,67 $ -0,88%

Der Einigung zufolge sollen künftig mehr Zertifikate freigegeben werden, sobald der Preis über 45 Euro pro Tonne CO2 steigt. Ursprünglich war zudem geplant, die Reserve nicht dauerhaft zu erhalten, Zertifikate sollten Ende 2030 verfallen. Nun soll sie auch danach noch erhalten bleiben, um Preisschwankungen zu vermeiden.

In Deutschland gilt neben dem EU-System für Industrie und Strom bereits der nationale Emissionshandel für alle Gebäude und Verkehr. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sagte, der Start des europäischen Systems auch für Verkehr und Gebäude habe in Deutschland zunächst eine dämpfende Wirkung auf den CO2-Preis./rdz/DP/stw


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