Die Flagge der Europäischen Union.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 241

EU-Agenturen: Prüfer sehen Mängel bei Vergabeverfahren

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex, die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und die weiteren 41 EU-Agenturen führen ihren Haushalt aus Sicht von Europas Rechnungsprüfern ihre Finanzen generell gut - es bestehe aber Verbesserungsbedarf.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

"Die meisten EU-Agenturen haben ihre Finanzen 2024 gut verwaltet. Aber wir stoßen nach wie vor auf Probleme, vor allem bei der Vergabe öffentlicher Aufträge", sagt Petri Sarvamaa vom EU-Rechnungshof mit Sitz in Luxemburg. Nach Ansicht der Prüfer müssen 33 der insgesamt 43 Agenturen in mehreren Bereichen für Verbesserungen sorgen, wie aus ihrem Jahresbericht hervorgeht.

Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen

Bei öffentlichen Ausschreibungen komme es nach wie vor zu den größten Unregelmäßigkeiten. Bei mehreren Agenturen stellten sie zudem fest, dass es keine ausreichenden Kontrollen gibt, dass Vergabeverfahren ohne die vorgeschriebenen Finanzierungsbeschlüsse eingeleitet werden oder etwa dass Ausgaben ohne korrekte Genehmigung erfolgen.

Die Prüfer bescheinigen allen Agenturen eine korrekte Verwaltung ihrer Einnahmen. Nur die in der Slowakei sitzende Arbeitsbehörde ELA erhielt wegen Problemen im Zusammenhang mit einem Vertrag, der den Prüfern zufolge 2022 vorschriftswidrig vergeben wurde, ein sogenanntes eingeschränktes Prüfungsurteil.

Milliardenbudget für Agenturen

Die Agenturen haben ihren Sitz in 23 EU-Ländern und beschäftigen dem Bericht zufolge mehr als 17.000 Menschen. Sie haben technische, wissenschaftliche, regulatorische oder operative Aufgaben. Beispiele sind die EU-Grenzschutzbehörde Frontex oder die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema), die die Corona-Impfstoffe in der EU zuließ.

Das Budget der Agenturen lag 2024 demnach insgesamt bei über 5,3 Milliarden Euro - das entspreche vier Prozent des Gesamthaushalts der EU für 2024./rdz/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend