Erstmals seit zwei Jahren wieder im Plus: Südzucker findet aus der Krise

Julian Schick Julian Schick
Julian Schick Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

 | 
aufrufe Aufrufe: 2237
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Zuckerernte (Symbolbild).
pixabay.com
Der Zuckerriese meldet ein Gewinnplus von 81 Prozent und erstmals seit zwei Jahren wieder einen Gewinn je Aktie. Nur das Kerngeschäft hinkt. Analysten setzen auf steigende Preise und sieht 37 Prozent Luft.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Zucker-Produzent Südzucker kämpft sich aus dem Tal heraus. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 stieg der Umsatz um 4,1 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag meldete. Deutlich kräftiger zog das operative EBITDA an: Es kletterte um 81 Prozent auf 168 Millionen Euro und bestätigte damit die bereits vorab gemeldete Zahl.

Die Marge verbesserte sich um 3,4 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Erstmals seit zwei Jahren schreibt der Konzern je Aktie wieder schwarze Zahlen, nämlich 0,10 Euro nach minus 0,20 Euro im Vorjahr. Der operative Cashflow sprang um 66 Prozent auf 439 Millionen Euro, getragen vom besseren Ergebnis und spürbar abgebauten Vorräten und Forderungen.

Den Aufschwung tragen fast alle Sparten. Die Biosprit-Sparte CropEnergies profitierte von höheren Ethanolpreisen und günstigeren Rohstoffen, das EBITDA schnellte von einer auf 44 Millionen Euro. 

In der Sparte Fruchtzubereitungen wuchs zwar der Umsatz, schwächere Margen bei Saftkonzentraten und schlecht ausgelastete Anlagen drückten aber das Ergebnis leicht. Sorgenkind bleibt der Zucker: Das Segment rutschte erneut ins Minus, der Verlust schrumpfte dank niedrigerer Produktionskosten jedoch von 12 auf 3 Millionen Euro.

Werte aus dem Artikel:
Südzucker Aktie 12,30 € +3,36%

Gerade hier sieht Analyst Leon Mühlenbruch von mwb research Potenzial. Die Zuckerpreise am Weltmarkt und in Nordwesteuropa ziehen wieder an. Ein möglicher El Niño könnte die Ernten in Indien, Thailand und Brasilien belasten, in Europa schrumpfen die Rübenflächen. Zudem lenken hohe Ethanolpreise mehr Zucker in die Spritproduktion.

Bei Südzucker kommt das allerdings verzögert an, weil die meisten Kunden über Zwölfmonatsverträge gebunden sind. Auch die hohen Lagerbestände bremsen. Spürbar dürften die besseren Preise daher erst ab dem nächsten Geschäftsjahr werden. Das Management selbst bleibt beim Zucker vorsichtig.



Themen im Trend

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren