BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland muss aus Sicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt auch aus Sicherheitsgründen dringend seinen Rückstand bei Künstlicher Intelligenz aufholen. Auf die jüngst verhängte Sperre der US-Regierung für eine KI zur Aufdeckung von Software-Schwachstellen angesprochen, sagt der CSU-Politiker, man lebe aktuell in einem Zeitalter des KI-Wettrüstens. In so einer Situation sei es gut, wenn man in der Lage sei, technologische Innovationen mitzugestalten. Ansonsten könne es passieren, "dass man sehr schnell zu den Opfern gehört".
Für dich zusammengefasst:
Deutschland muss seinen Rückstand bei KI aufholen.
Die US-Regierung blockiert den Zugang zu KI-Modellen.
Deutschland ist in Gesprächen über den Zugang zu KI.
US-Regierung beschränkt Zugang zu wirkmächtiger Software
Das US-Unternehmen Anthropic hatte am Samstag nach einer Anordnung der Regierung den Zugang zu seiner erst kürzlich veröffentlichten Top-Software mit Künstlicher Intelligenz blockiert. Regierungsbehörden hätten Anthropic unter Verweis auf die nationale Sicherheit angewiesen, den Zugang aller Ausländer zu den KI-Modellen Fable 5 und Mythos 5 zu unterbinden, teilte das Unternehmen mit. Das KI-Modell gilt als besonders geeignet, Schwachstellen und Sicherheitslücken in Software aufzuspüren. Deutschland hat bisher keinen Zugang zu diesem KI-Modell, war jedoch nach Angaben der Bundesregierung dazu in Gesprächen mit dem Hersteller.
Schwachstellen-Scan der neuen Generation bald auch in China?
Es sei gut möglich, dass vergleichbare Fähigkeiten demnächst auch in China zur Verfügung stünden, sagte Dobrindt, der in Berlin ein Gemeinsames Zentrum von Bund und Ländern zur Abwehr hybrider Bedrohungen aus der Taufe hob. Für Europa sei es besser, sich auf den Weg zu machen, um sich eine ähnliche Fähigkeit anzueignen, anstatt sich auf Partner und Freunde zu verlassen.
BSI wies frühzeitig auf potenzielle Risiken hin
Die Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, hatte bereits kurz nach der Vorstellung von Claude Mythos Preview im April erklärt, das BSI erwarte mit Blick auf das neue KI-Tool "Umwälzungen im Umgang mit Sicherheitslücken und in der Schwachstellenlandschaft insgesamt". Es stellten sich auch "Fragen nationaler und europäischer Sicherheit und Souveränität"./abc/DP/jha
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.