DAX, Euro Stoxx, S&P 500: Dieser Index hat jetzt das meiste Potenzial
Nicolas Ebert
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Die DZ Bank bleibt optimistisch für Aktien. Doch das größte Potenzial sieht Analystin Birgit Henseler nicht beim DAX: Ein anderer Leitindex könnte bis Jahresende noch knapp 10 Prozent zulegen.
Für dich zusammengefasst:
Der Euro Stoxx 50 hat seit Jahresbeginn 15 Prozent gewonnen.
Der S&P 500 liegt knapp 14 Prozent im Plus seit Jahresbeginn.
Die DZ Bank erwartet für 2026 den S&P 500 bei 8.500 Punkten.
Die Aktienmärkte dürften ihren positiven Trend bis zum Jahresende fortsetzen. Zu dieser Einschätzung kommt Birgit Henseler, Analystin der DZ Bank. Seit Jahresbeginn hat der Euro Stoxx 50 rund 15 Prozent gewonnen. Der S&P 500 liegt knapp 14 Prozent im Plus. Der Deutsche Aktienindex kommt dagegen etwa auf 7 Prozent. Hohe Energiekosten und die Schwäche der Autobranche bremsen.
Die DZ Bank bestätigt dennoch ihre Kursziele. Bis Ende 2026 erwartet sie den Deutschen Aktienindex bei 27.500 Punkten, den Euro Stoxx 50 bei 6.700 Punkten und den S&P 500 bei 8.500 Punkten. Das größte Potenzial sieht Henseler damit in den Vereinigten Staaten. Vom aktuellen Niveau aus könnte der S&P 500 knapp 10 Prozent zulegen.
Rückenwind liefert die Berichtssaison
In den Vereinigten Staaten übertraf die Mehrheit der Unternehmen die Erwartungen. Bereinigt um Sondereffekte stiegen die Gewinne im S&P 500 im Jahresvergleich um gut 30 Prozent. Zehn der elf Branchen steigerten ihre Erträge. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Gewinnwachstum von 20 bis 25 Prozent erwartet.
Auch Europa entwickelt sich solide. Der Euro Stoxx 50 steuert laut DZ Bank auf ein Gewinnplus von gut 20 Prozent zu. Vor allem Energieunternehmen treiben die Entwicklung. Beim Deutschen Aktienindex steigen die Gewinne voraussichtlich um rund 10 Prozent. Hier sorgt besonders die Industrie für Rückenwind.
Die Kurskorrektur im Juli hatte vor allem Technologie- und Halbleiteraktien getroffen. Anleger zweifelten daran, ob die hohen Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz schnell genug Renditen liefern. Die jüngsten Quartalszahlen haben diese Sorgen laut Henseler jedoch teilweise entschärft. Große Cloud-Konzerne konnten zeigen, dass ihre Investitionen bereits zu steigenden Umsätzen und Gewinnen führen.
Schwierige Rahmenbedingungen in Europa
Hohe Energiekosten, geopolitische Risiken, US-Zölle und die Schwäche der Autobranche belasten. Für das erste Halbjahr 2027 erwartet die DZ Bank deshalb eine volatile Seitwärtsbewegung.
Grundsätzlich bleibt Henseler für Aktien aber zuversichtlich. In den Vereinigten Staaten bleibt Technologie der wichtigste Treiber. In Europa stützt vor allem die Industrie. Das größere Aufwärtspotenzial sieht die DZ Bank weiterhin am US-Aktienmarkt.
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