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Coinbase legt sich mit US-Banken an

Es gibt Streit zwischen US-Banken und der Krypto-Branche. Im Fokus stehen Belohnungen, die Coinbase und Co. auf Stablecoins anbieten.
  • In den USA gibt es dicke Luft zwischen der Krypto- und der Bankenbranche. Der Streitpunkt: Stablecoins. Konkret geht es um die Rewards, die Halter von USDC und Co. auf Krypto-Börsen bekommen können.
  • Coinbase-CEO Brian Armstrong nahm dies nun zum Anlass, um zurückzuschlagen. Im Rahmen einer Anhörung vor dem US-Kongress wies er Kritik zurück. Armstrong warf den Instituten vor, „Scheinargumente“ vorzubringen, um ihre Marktstellung zu verteidigen.
  • Konkret geht es um Belohnungen für das Halten von Stablecoins wie USDC. Coinbase bietet aktuell 4,1 Prozent Rendite, Wettbewerber Kraken sogar 5,5 Prozent.
  • Bankenlobbys wie die American Bankers Association drängen den Kongress, solche Modelle zu verbieten. Sie argumentieren, dass Kundengelder aus traditionellen Einlagen abgezogen und in Stablecoins verlagert würden. Das schwäche die Fähigkeit der Banken, Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben.
  • Laut einem Bericht des Treasury Borrowing Advisory Committee könnten theoretisch bis zu 6,6 Billionen US-Dollar aus Bankeinlagen in Stablecoins abfließen.
  • Armstrong wies das als unbegründet zurück: „Die Banken wollen lediglich ihre 180 Milliarden US-Dollar Einnahmen aus dem Zahlungsverkehr schützen“, sagte er gegenüber CNBC. Das Thema werde gezielt von großen Instituten vorangetrieben, nicht von kleineren Regionalbanken.
  • Die Debatte ist eng mit dem im Sommer verabschiedeten GENIUS Act verknüpft. Dieser verbietet zwar Zinszahlungen auf Stablecoins, erlaubt aber ausdrücklich Rewards-Programme wie die von Coinbase und Kraken.
  • Innerhalb des Senats ist das Thema umstritten. Während Bank-Verbände weiter Druck machen, sieht etwa Senatorin Cynthia Lummis den Streitpunkt als geklärt. Die Balance zwischen Banken und Krypto-Anbietern sei mit dem GENIUS Act gefunden worden .
  • Führende Banker wie JPMorgan-CEO Jamie Dimon äußerten sich zuletzt zurückhaltend. Zwar sei man nicht grundsätzlich gegen Krypto, Regulierungen müssten aber „wohlüberlegt“ ausgestaltet werden.
  • Krypto-Verbände wiederum kritisieren, dass ein Verbot der Rewards die Wettbewerbsbedingungen „zugunsten veralteter Institutionen verzerren“ würde und Verbrauchern die Möglichkeit nehme, von stabilen Renditen zu profitieren.
  • Derweil warnen auch hierzulande Forscher vor den Risiken, die Stablecoins mit sich bringen können. Welche genau das sind, lest ihr hier: Schattenbanken-Risiko: Lösen Stablecoins die nächste Finanzkrise aus?

Auch hierzulande können Anleger von den Reward-Programmen profitieren – mit einem Coinbase-Konto lassen sich Stablecoins wie USDC einfach halten und belohnen.

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