BERLIN (dpa-AFX) - Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einer verpflichtenden Betriebsrente unter finanzieller Beteiligung der Arbeitgeber zurückgewiesen. "Dies würde nicht nur die Wahlfreiheit von Beschäftigten bei der Altersvorsorge einschränken, sondern den Faktor Arbeit noch teurer machen", sagte der Generalsekretär Wolfgang Steiger der "Rheinischen Post".
Für dich zusammengefasst:
CDU-Wirtschaftsrat lehnt Pflicht zur Betriebsrente ab.
DGB fordert verpflichtende Betriebsrente mit Arbeitgeberbeteiligung.
Bundesarbeitsministerin arbeitet an Reform des Rentensystems.
Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hatte zuvor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt, die verpflichtende Betriebsrente müsse zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen. Fahimi ließ offen, wie diese im Detail bezahlt werden soll, stellte aber klar: "Die betriebliche Altersvorsorge darf nicht einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen." Die DGB-Chefin wurde auch vom SPD-Vorsitzenden und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil unterstützt.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) lässt derzeit von einer eigens dafür eingesetzten Kommission einen Vorschlag für eine Reform des Rentensystems erarbeiten, um dieses zukunftsfest zu machen. Bereits klar ist, dass neben die gesetzliche Rente stärker als bisher die Betriebsrente und die private Altersvorsorge treten soll. Dies hat auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mehrfach betont./sk/DP/stw
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