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Carry-Trade: Iran-Krieg sorgt für bessere Performance

In den vergangenen Wochen ist eine Strategie wieder in den Fokus gerückt, die einfach nicht totzukriegen ist: Die Carry-Trades. Wobei anzumerken ist, dass bereits Ende des Jahres angesichts einer herausragenden Performance von EM-Währungen Diskussionen über die Strategie Fahrt aufnahmen. Meine Chefin betonte damals, dass die Strategie besonders dann ertragreich ist, wenn die Volatilität am Devisenmarkt möglichst gering ist. Oder anders formuliert: Wenn starke Wechselkursbewegungen die Zinserträge nicht übertreffen und damit die Strategie zerstören.

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Seit Anfang des Jahres scheinen die Strategien auf dem Papier dennoch weiterhin eine positive Performance erzielt zu haben. Vor allem eine G10-Strategie hat den reinen Zinsertrag outperformed (siehe die linke untere Abbildung). Das liegt aber weniger daran, dass die Strategie an sich gut ist. Sondern vielmehr daran, dass eine Strategie, die 3 Long- und 3 Short-Positionen in G10-Währungen vorsieht, vom Iran-Krieg profitiert hat. Denn üblicherweise sind die 3 Short-Positionen vor allem der Yen, der Schweizer Franken und oftmals die schwedische Krone, während die Long-Positionen der australische Dollar, die norwegische Krone und zuletzt oftmals das britische Pfund ist.

Klingelt bei der Aufzählung der Währungen bereits etwas? AUD und NOK haben dank ihrer Situation als Rohstoffexporteur gut performt, beim Pfund kam zum einen die starke Korrektur der Zinserwartungen und das Auspreisen von politischen Risiken hinzu. Währenddessen hat die SNB praktisch eine Aufwertung des Franken verhindert (siehe auch die Aussagen vom SNB-Chef Martin Schlegel gestern Abend, der die Bereitschaft zu Interventionen erneut als “erhöht” beschrieben hat) und der Yen hat seit Jahren selten eine wirklich gute Zeit gesehen.

In einer solchen Zeit profitiert die Carry-Trade-Strategie nicht nur vom Zinsertrag, sondern auch davon, dass die Wechselkursbewegung in ihre Richtung läuft. Für G10-Carry-Trader war das erste Quartal daher auf dem Papier ein sehr gutes. Grundsätzlich lehne ich diese Strategie nicht ab, nur sollte jeder Marktteilnehmer im Hinterkopf behalten, dass es langfristig keine empirischen Belege für eine systematische Outperformance gibt. Das heißt aber natürlich nicht, dass es nicht immer Phasen gibt, in denen diese Strategie kurzfristig gut performed, wenn die Wechselkursbewegungen aus gewissen Gründen die Strategie unterstützt. Fraglich ist allerdings, ob man in solchen Phasen nicht besser geraten wäre, auf andere Strategien zu setzen.

Übrigens, noch ein Punkt am Rande: In den letzten Jahren haben sich auch EM-Carry-Trade-Strategien einer größeren Beliebtheit erfreut. Hier spielte ebenfalls die Wechselkursbewegung eine große Rolle, viele Hochzins-EM-Währungen haben im vergangenen Jahr außerordentlich gut performt (beispielsweise der brasilianische Real oder der mexikanische Peso). Der Bloomberg EM-Carry-Trade-Index zeigt dementsprechend seit Anfang 2025 auch eine außerordentlich gute Performance an. Aber Vorsicht: Dies ist zu einem großen Teil auf den Zinsertrag zurückzuführen, die Wechselkurskomponente arbeitet noch daran, ihre schlechte Performance von 2024 wieder gutzumachen (siehe die rechte untere Abbildung).

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