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Call Me Maybe: Trump korrigiert Äußerung zu Newsom-Telefonat

WASHINGTON (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der angespannten Lage rund um die Proteste in Los Angeles hat US-Präsident Donald Trump mit Aussagen zu einem Telefonat mit Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom für weiteren politischen Zündstoff gesorgt. Trump hatte zunächst behauptet, vor einem Tag mit Newsom telefoniert zu haben. "Ich habe ihn angerufen, um ihm zu sagen, dass er seine Arbeit besser machen muss", so der Republikaner am Dienstag. Newsom wies diese Darstellung prompt zurück. "Es gab keinen Anruf. Nicht einmal eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter."

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Daraufhin legte Trump dem US-Sender Fox News offenbar einen Screenshot des Telefongesprächs vor. Dies ist auf dem Bild allerdings auf den frühen 7. Juni datiert und hat damit vor Trumps Entsendung der Nationalgarde am Samstagabend (Ortszeit) stattgefunden. Von der Presse darauf angesprochen, entgegnete der US-Präsident: "Es war nicht vor einem Tag. Es war etwas länger her." Das Gespräch habe mehr als 16 Minuten gedauert und er habe Newsom gesagt, dass dieser sich zusammenreißen müsse, so Trump weiter. Es sei aber ein "angenehmes" Gespräch gewesen.

Newsom schlägt verbal zurück

Newsom ließ es sich nehmen, auf der Plattform X weiter gegen Trump zu sticheln. "Ich dachte, es wäre Newscum, Herr Präsident? Dieser Anruf war vor drei Tagen", schrieb sein Büro und bezog sich dabei auf den Screenshot des Mobiltelefons, der das Telefonat zeigt. Darauf ist zu sehen, dass der Name des kalifornischen Gouverneurs auf dem Telefon als Newsom abgespeichert ist. Trump nennt den Demokraten regelmäßig "Newscum" - ein Wortspiel mit dem englischen Begriff "scum", der auf Deutsch "Abschaum" bedeutet.

Newsom nannte Trump außerdem einen "Lügner". Er fügte hinzu: "Man kann nicht mit Donald Trump arbeiten. Man kann nur für ihn arbeiten. Und ich werde nicht - ich weigere mich - für Donald Trump zu arbeiten."

Trump geht Newsom immer wieder verbal heftig an. So hatte er dem Demokraten unter anderem beschuldigt, nichts gegen die Proteste zu tun. Zeitweise hatte Trump sogar öffentlich Zustimmung für die Idee geäußert, Newsom notfalls festnehmen zu lassen, falls dieser die Arbeit der US-Regierung behindern sollte. Am Dienstag behauptete er, Newsom würde gemeinsame Sache mit den Demonstranten machen. Davon wollte er aber kurz drauf nichts mehr wissen./nau/DP/zb

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