Nagel wies darauf hin, dass sich der für die geldpolitische Ausrichtung relevante Einlagensatz bei zwei Prozent befindet und damit genau in der Mitte des sogenannten "natürlichen Zins", den das Eurosystem zuletzt in der Spanne von 1,75 bis 2,25 Prozent beziffert hat. Beim neutralen Zins wird die Wirtschaft weder gebremst noch angetrieben.
Aufgrund dieser hohen Unsicherheit wäre es aber riskant, Entscheidungen nur auf den natürlichen Zins zu stützen, sagte Nagel. Er bekräftigte daher einmal mehr, dass künftige Zinsentscheidungen der EZB von der Entwicklung der Konjunkturdaten abhängig seien.
Zuletzt hatte die EZB die Leitzinsen Anfang des Monats erneut um 0,25 Prozentpunkte gesenkt und dabei eine Zinspause für die kommenden Monate signalisiert./jkr/jsl/jha/
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