Im Amazonasgebiet wurde demnach mit 156.000 Quadratkilometern die größte verbrannte Fläche seit Beginn der Aufzeichnung 1985 registriert. Grund dafür sei eine schwere Dürre im vergangenen Jahr in Brasilien. "Feuer ist kein natürliches Element in der ökologischen Dynamik des Amazonaswaldes. Die verbrannten Flächen sind das Ergebnis menschlichen Handelns", sagte der Amazonas-Koordinator von "MapBiomas", Felipe Martenexen. "Die Kombination aus leicht entzündlicher Vegetation, niedriger Luftfeuchtigkeit und dem Einsatz von Feuer hat die perfekten Bedingungen für eine großflächige Ausbreitung geschaffen."
Bedeutung für Klima: Regenwald bindet große Mengen CO2
Häufig werden die Bäume zunächst gefällt und die abgeholzten Flächen dann in Brand gesteckt, um neue Weideflächen und Ackerland für den Soja-Anbau zu schaffen. Wenn es sehr trocken ist, geraten die Brände oft außer Kontrolle. Weil der Regenwald im Amazonasgebiet immense Mengen des Klimagases CO2 binden kann, hat er auch für das Weltklima große Bedeutung.
Die Abholzung hingegen war in Brasilien laut der Initiative im vergangenen Jahr um 32 Prozent zurückgegangen. Zuletzt waren Pläne entwickelt worden, um die Entwaldung zu bekämpfen. Zudem beteiligten sich die Bundesstaaten verstärkt an der Durchsetzung von Sanktionen, wie Geldstrafen der Umweltbehörde Ibama. Trotz des Rückgangs ist Brasilien vom erklärten Ziel des Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva - der "Null-Abholzung" bis 2030 - noch weit entfernt./dde/DP/stw
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