- Bank of Japan hebt Leitzins auf 1,25 Prozent an.
- Das ist der höchste Stand seit 31 Jahren.
- Der Dollar notiert bei 157,18 Yen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Bank of Japan erhöht auf 31-Jahres-Hoch
Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins am Freitag von 1,00 auf 1,25 Prozent angehoben - den höchsten Stand seit 31 Jahren. Der geldpolitische Rat stimmte mit sieben zu zwei Stimmen für den Schritt. Die Vorstandsmitglieder Toichiro Asada und Ayano Sato lehnten die Erhöhung ab.
An den Devisenmärkten reagierte der japanische Yen überraschend mit Verlusten, obwohl eine Zinserhöhung die heimische Währung üblicherweise stärkt. Anleger hatten den Schritt vollständig eingepreist und rechneten mit einem klareren Signal für weitere Erhöhungen. Stattdessen nährten die zwei Gegenstimmen laut Chidu Narayanan von Wells Fargo Zweifel daran, ob die Notenbank eine schnelle Serie weiterer Zinsschritte durchsetzen kann. Der Dollar (Dollarkurs) notiert zum Yen bei 157,18, der Euro bei 180,50. Zum Handelsschluss am Vortag hatte der Dollar noch bei rund 156,09 Yen gelegen.
Die Entscheidung in Tokio folgt auf die Zinserhöhung der US-Notenbank vom Mittwoch. Die Federal Reserve hatte ihren Leitzins einstimmig um 25 Basispunkte angehoben. Die neue Spanne liegt bei 3,75 bis 4,00 Prozent - die erste Erhöhung seit Juli 2023. Fed-Chef Kevin Warsh sagte, die Inflation sei zu hoch und das schon viel zu lange. Das Zinsgefälle zwischen den USA und Japan beträgt damit weiterhin rund 275 Basispunkte, was Dollar-Anlagen vergleichsweise attraktiv hält und den Yen unter Druck setzt.
Am Donnerstag hatte der DAX die Fed-Entscheidung mit einem Plus von 0,70 Prozent auf 25.716 Punkte quittiert. Aktuell steht der Index bei ca. 25.700 Punkten (L&S-Indikation, 08:15 Uhr). Am Freitag, dem großen Verfallstag an den Terminbörsen, richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Pressekonferenz von BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag zuletzt bei 4,93 Prozent und damit leicht unter dem Niveau der Vorwoche. An den Rohstoffmärkten notiert die Nordseesorte Brent bei ca. 102,76 Dollar (L&S-Indikation, 08:47 Uhr) und Gold (Goldkurs) bei 4.391 Dollar je Feinunze.
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