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"Bitcoin hatte ein schreckliches Jahr": Galaxy-CEO nennt die Gründe

Erst das Allzeithoch, dann der Absturz. Mike Novogratz erklärt, warum der Krypto-Markt seit Oktober so stark ins Minus drehte und was Bitcoin jetzt wieder antreiben könnte.

Die Kapitalanlage erscheint vielen Anlegern im Februar 2026 so schwierig wie schon lange nicht mehr. Ob geopolitische Konfliktherde, KI-Disruption oder das im Hintergrund lauernde Inflationsgespenst – der Bitcoin-Absturz auf zeitweise 60.000 US-Dollar war womöglich nur der Vorbote eines umfassenderen Finanzmarktbebens. Im Gespräch mit Podcaster Anthony Pompliano rät Krypto-Urgestein Mike Novogratz jedoch davon ab, ausgerechnet den beiden zuletzt heißesten Assets hinterherzujagen. “Gold und Silber, insbesondere Silber, haben ihren Höchststand erreicht”, so der Galaxy-CEO.

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Wenn man sich den Silber-Chart anschaue und mit einer beliebigen Spekulationsblase vergleiche, etwa der Nikkei-Blase von 1989, gebe es eine frappierende Ähnlichkeit. Trotz des heftigen Abverkaufs Ende Januar steht der Silberpreis mit 81 US-Dollar noch immer fast 140 Prozent über seinem Vorjahresniveau. Zeitweise hatte der “kleine Bruder” von Gold jedoch sogar einen Preis von 116 US-Dollar erreicht. Auch das gelbe Edelmetall legte auf Jahressicht um beachtliche 70 Prozent zu, wohingegen Bitcoin um 30 Prozent korrigierte.

Novogratz zeichnet im Interview ein differenziertes Bild der geldpolitischen Situation. Der US-Dollar verliere schleichend seinen Status als globale Leitwährung und ausländische Notenbanken reduzierten ihre Bestände an US-Staatsanleihen, weil eine konfrontative Außenpolitik in Verbindung mit dem Handelskrieg das Vertrauen in Washington beschädige. Doch in Renminbi oder Euro erkennt er nichtsdestotrotz keine echten Nachfolgekandidaten.

China scheide wegen fehlender Kapitalverkehrsfreiheit und mangelnder Transparenz als Alternative aus, Europa wiederum fehle es an Wachstumskraft und geopolitischer Geschlossenheit. Laut dem Krypto-Unternehmer droht daher eine Welt ohne klaren Währungsanker. In diesem Übergangsumfeld rotierte Kapital zuletzt zwischen Edelmetallen und Bitcoin – je nachdem, welchem Asset Investoren gerade den größten Schutz vor geldpolitischer Unsicherheit zutrauten.

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Der Bitcoin-Crash und seine Hintergründe

“Bitcoin hatte ein schreckliches Jahr”, erklärt Novogratz in Hinblick auf die Entwicklung nach dem erstmaligen Sprung über 100.000 US-Dollarmarke. Nach Jahren als bestperformendes Asset habe sich das Gefühl breitgemacht, den Marathon gewonnen zu haben. Viele Anleger hätten daraufhin Gewinne realisiert, einzelne Großinvestoren sogar Milliardenpositionen verkauft.

Selbst die Spot ETFs von BlackRock, Fidelity und Co. konnten dieses stark wachsende BTC-Angebot irgendwann nicht mehr auffangen, und Märkte würden ihren Preis nun einmal über den marginalen Käufer bestimmten. Die gute Nachricht: “Wir haben eine Untergrenze bei 60.000 US-Dollar festgelegt. Ich bin nicht zu 100 Prozent sicher, aber schon ziemlich überzeugt. Und ja, ich habe einige Bitcoin gekauft.”

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Für eine wirklich nachhaltige Bitcoin-Erholung benötige es aber auch neue, überzeugende Narrative. Hoffnung setzt der Galaxy-CEO jetzt auf mögliche Zinssenkungen der Fed unter Kevin Warsh und auf eine parteiübergreifende Marktstruktur-Regulierung in den USA. Klare Regeln würden die Wall Street endgültig in den Krypto-Markt ziehen.

Große Investmentbanken und Vermögensverwalter seien “Verkaufsmaschinen”, sie könnten Produkte und Geschichten zugleich vermarkten. Sobald es dazu komme, steige auch die Legitimität der Branche sprunghaft an. “Niemand hat mehr für die Legitimation von Bitcoin getan als Larry Fink”, lobt Novogratz den BlackRock-CEO – nun brauche es einen solchen Fürsprecher in jedem großen Finanzinstitut.

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