Bitcoin bald bei 93.000 US-Dollar?

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Bitcoin könnte vor dem nächsten Kursschub stehen. Analystin Lacie Zhang hält 93.000 US-Dollar für möglich, wenn jetzt diese Faktoren mitspielen.
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Nach Einschätzung von Lacie Zhang, Research Lead bei Bitget Wallet, könnte Bitcoin schon bald Kurs auf 93.000 US-Dollar nehmen. Als erstes Ziel nennt die Analystin die Marke von 90.000 US-Dollar. Gelingt der Sprung darüber, hält sie einen weiteren Anstieg bis auf 93.000 US-Dollar für möglich. Voraussetzung dafür sind jedoch günstigere Bedingungen an den Finanzmärkten und eine stärkere Nachfrage nach Bitcoin.

Vor allem die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries war Anfang Oktober zeitweise auf mehr als 5,34 Prozent gestiegen, bevor sie wieder in Richtung 5,25 Prozent nachgab. Setzt sich dieser Rückgang fort, könnte das Bitcoin zusätzlichen Rückenwind verschaffen.

Auch die zuletzt gesunkenen Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank helfen. Laut Zhang liegt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt im Oktober inzwischen nur noch bei 23 Prozent. Eine Woche zuvor waren es noch 64 Prozent.

Diese Bitcoin-Marke muss fallen

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 75.094,010 -1,12%
Bitcoin 83.957,500 -1,82%

Bevor das Kursziel von 93.000 US-Dollar realistisch wird, muss Bitcoin nach Einschätzung der Analystin allerdings die Marke von 87.400 US-Dollar überwinden.

Bislang scheiterte Bitcoin mehrfach daran, sich nachhaltig oberhalb von 87.000 US-Dollar zu etablieren. Zhang führt dies vor allem auf Gewinnmitnahmen und bestehende Verkaufsangebote zurück. Neue institutionelle Nachfrage werde dadurch bislang weitgehend absorbiert.

Milliarden fließen in Bitcoin-ETFs

An mangelndem institutionellem Interesse liegt es dabei nicht. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im September Nettozuflüsse von 2,65 Milliarden US-Dollar.

Die ETF-Nachfrage stützt damit zwar den Bitcoin-Kurs, reicht nach Einschätzung der Analystin bislang aber nicht aus, um den entscheidenden Widerstand zu durchbrechen.

Inflationsdaten könnten den Ausschlag geben

Ob Bitcoin tatsächlich bis auf 93.000 US-Dollar steigen kann, dürfte auch von den kommenden US-Inflationsdaten abhängen. Am 14. Oktober werden die neuen US-Verbraucherpreise veröffentlicht, einen Tag später folgen die Erzeugerpreise. Fallen diese moderater aus, könnten die Renditen von US-Staatsanleihen weiter nachgeben und die Erwartungen an zusätzliche Zinserhöhungen sinken.

Überraschend hohe Inflationswerte könnten das Szenario dagegen schnell kippen. Zhang nennt zudem steigende Ölpreise, eine restriktivere Kommunikation der Fed und erneut steigende langfristige Anleiherenditen als Risiken.


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