Die Transaktion sorgte sofort für Aufmerksamkeit, weil sich so alte Bestände nur selten bewegen. Ein Transfer bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Bitcoin verkauft wurden. Er zeigt zunächst nur, dass noch jemand Zugriff auf die Coins hat. Ob es sich dabei um den ursprünglichen Miner handelt, lässt sich aus der Blockchain nicht ablesen.
Die 100,02 BTC gingen am 30. Juli 2010 auf der Adresse ein und blieben dort bis Mittwoch unangetastet. Sie stammen aus zwei Mining-Belohnungen über 50 BTC und 50,02 BTC. Zu dieser Zeit wurden im Bitcoin-Netzwerk ungefähr alle zehn Minuten 50 neue Coins als Blockbelohnung ausgegeben.
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Ganz inaktiv war die Adresse allerdings nicht: Zwischen 2015 und 2018 wurden von ihr mehrfach andere Bitcoin ausgegeben, darunter 200 BTC im August 2015, 100 BTC im Dezember 2017 und weitere 249 BTC im März 2018.
Bei der jüngsten Transaktion wurden die alten Coins mit sechs kleineren, später eingegangenen Beträgen zusammengeführt. Anschließend gingen 10 BTC an eine Adresse und rund 90,02 BTC an eine zweite.
Alte Bitcoin-Bestände sorgen regelmäßig für Spekulationen, weil sie bei einer Bewegung theoretisch wieder auf den Markt gelangen könnten. Im konkreten Fall gibt es dafür bislang aber keinen Beleg. Das Alter der Coins macht sie zwar zu einem seltenen Relikt aus der Frühphase, eine Verbindung zu Satoshi Nakamoto lässt sich daraus nicht ableiten.
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