Bitcoin auf Talfahrt, Gold-Rausch über 5.000 US-Dollar: Shutdown-Angst spaltet die Märkte
Während das Edelmetall mit einem Sprung über die historische Marke ein Ausrufezeichen setzt, reißt das politische Chaos in Washington den Krypto-Markt in einen Abwärtssog.
Bitcoin hat auch zum Start in die neue Woche einen schweren Stand. Die Krypto-Leitwährung rutschte am späten Donnerstagabend bis auf 86.100 US-Dollar ab. Mittlerweile hat sie sich zwar wieder auf knapp unter 87.000 US-Dollar erholt, notiert damit aber immer noch rund ein Prozent tiefer als noch vor 24 Stunden.
Bei Ethereum beträgt der Kursverlust rund 2 Prozent – ETH wird derzeit bei unter 2.900 US-Dollar gehandelt. Solana notiert gar drei Prozent im Minus, während XRP sich relativ stabil hielt und nur wenig als ein Prozent eingebüßt hat.
Der Grund für den Abverkauf ist primär die Sorge vor einem drohenden US-Regierungsstillstand. Die politischen Spannungen im Senat verschärften sich, nachdem die Demokraten gedroht hatten, ein Finanzierungspaket für das Heimatschutzministerium zu blockieren.
Hintergrund ist die Erschießung eines Mannes in Minneapolis durch Bundesagenten am vergangenen Samstag, was die Debatte um die Behörde ICE und deren Befugnisse neu entfacht hat.
Polymarket spiegelt den Ernst der Lage wider: Die Wahrscheinlichkeit für einen Shutdown bis zum 31. Januar schnellte am Sonntag auf 80 Prozent in die Höhe – am Samstag waren es noch neun Prozent. Zu der ohnehin nervösen Stimmung trugen Drohungen von Präsident Trump bei, die Zölle für Kanada auf 100 Prozent anzuheben, sowie die Entsendung von US-Kriegsschiffen in den Nahen Osten aufgrund der Spannungen mit dem Iran.
Diese politische Blockade hinterließ deutliche Spuren in den Charts. Innerhalb von nur sechseinhalb Stunden sackte die gesamte Marktkapitalisierung von 2,97 Billionen auf 2,87 Billionen US-Dollar ab. In den vergangenen 24 Stunden wurden dabei gehebelte Positionen im Wert von über 600 Millionen US-Dollar liquidiert – der Großteil entfiel auf Long-Positionen.
Doch während Bitcoin, Ethereum und Co. abverkauft wurden, feiern Edelmetall-Bullen ein Rekordhoch nach dem anderen. Der Preis einer Unze Gold stieg in dieser Nacht erstmals über die Marke von 5.000 US-Dollar, Silber notiert nach einer parabolischen Rallye bei über 107 US-Dollar. Die Rohstoffe profitieren neben der industriellen Nachfrage derzeit insbesondere von ihrem Status als Krisenwährung.
In dieser Handelswoche blicken Anleger neben den geopolitischen Spannungen vor allem auf die neusten Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA, den Zins-Entscheid der US-Notenbank, die verspätet gemeldeten US-Erzeugerpreisdaten sowie die Quartalsberichte einiger US-Tech-Giganten.
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