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Besorgnis nach US-Daten: Warum Ethereum jetzt besonders leidet

Steigende US-Renditen belasten Risikoassets zunehmend. Laut einer Analyse von Wintermute verliert Ether an Vertrauen. Was jetzt wichtig wird.

Das Analysehaus Wintermute prognostiziert für die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung eine schwierige Phase. Der Ether-Kurs verzeichnete in dieser Woche einen Rückgang von über zehn Prozent. Damit setzt sich die Underperformance sowohl an den Spot- als auch an den Derivatemärkten fort. Das ETH/BTC-Verhältnis liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 0,0275.

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Deshalb die negative Einschätzung: Laut den Analysten von Wintermute, sei Ethereum angesichts steigender Renditen und neuer Inflationssorgen nicht das richtige Asset für das aktuelle makroökonomische Umfeld.

US-Inflationsdaten belasten Risikoassets

Die US-Verbraucherpreise für April sind mit 3,8 Prozent im Jahresvergleich höher ausgefallen, als vom Markt erwartet. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen ist daraufhin auf 4,58 Prozent geklettert und hat den höchsten Stand seit September 2025 erreicht. Mehr noch: Die Rendite für die 30-jährige Staatsanleihe steht auf dem höchsten Stand seit 2007.

Auch die Erwartungen an baldige Zinssenkungen für das laufende Jahr sind vollständig ausgepreist. Stattdessen ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Dezember auf 44 Prozent gestiegen. Das zeigen Daten von FedWatch.

Long-Ethereum erfordert Vertrauen

Bei den Ethereum ETFs summieren sich die Abflüsse auf 255 Millionen US-Dollar. Daten von Farside belegen, dass institutionelle Marktteilnehmer die vorangegangene Rallye gezielt für Gewinnmitnahmen genutzt haben.

Daher das Fazit von Wintermute: Eine Long-Positionierung bei Ethereum erfordert im aktuellen Umfeld viel Vertrauen in eine baldige Rückkehr der Institutionen. Solange die Finanzmärkte die veränderten Rahmenbedingungen der US-Geldpolitik verarbeiten, bleibt die charttechnische Lage angespannt.

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