Dafür brauche es ab 2026 frisches Geld: "1,5 Milliarden Euro pro Jahr als Investitionszuschuss für diejenigen, die wieder in die Schweinehaltung investieren wollen." Es sei an der Zeit, dass die neue Bundesregierung diese Mittel zur Verfügung stelle.
Rukwied wies darauf hin, dass die Schweinebestände zwischen 2013 und 2022 um zwei Millionen Tiere geschrumpft seien, während sie etwa in Spanien wuchsen. Dies seien Verlagerungen in Regionen, die nicht nach deutschen Standards wirtschafteten. Betriebe bräuchten außerdem Planungssicherheit mit verbindlichen Zusagen für 20 Jahre, da es bei Investitionen um Millionen gehe.
Tierhaltungslogo "Murks"
Rukwied kritisierte erneut das künftige staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch, dessen Einführung im Handel auf 2026 verschoben werden soll. Es sei "Murks" und gehöre in die Tonne. Man solle neu anfangen und dann erst 2027 beginnen.
Der Bauernpräsident warnte vor Problemen für Obst- und Gemüsebauern, wenn bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht eingesetzt werden dürfen. Etwa bei Salat könnte der Handel dann zu ausländischer Ware wechseln. Rukwied bekräftigte angesichts der bald erwarteten Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auch seine Forderung an die Politik nach einer Ausnahmeregelung für Saisonkräfte.
Erwartungen an den neuen Minister
Der neue Agrarminister Alois Rainer (CSU), der am Donnerstag beim Bauerntag erwartet wird, müsse liefern, forderte Rukwied mit Blick auch auf andere Rahmenbedingungen für die Branche. "Handeln ist wichtig."/sam/DP/stw
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