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Bauernverband kritisiert 'massive' Mindestlohn-Anhebung

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bauernverband warnt vor gravierenden Folgen für viele Betriebe durch die weitere Erhöhung des Mindestlohns. "Dieser Mindestlohn hat das Potenzial, den Anbau von Obst, Gemüse und Wein aus Deutschland zu verdrängen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Wir werden dem Wettbewerbsdruck innerhalb der EU nicht standhalten können, was zu einer weiteren Produktionsverlagerung ins Ausland führen wird."

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Eine Landmaschine auf einem Kornfeld (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:

Forderung nach Ausnahme-Regelung

Die von der Mindestlohnkommission vorgeschlagene "massive Anhebung" werde Betriebe zum Ausstieg aus arbeitsintensiven Kulturen zwingen. "Die Erzeugung in Deutschland ließe sich nur über deutliche Preissteigerungen halten." Es brauche dringend eine Sonderregelung für Saisonkräfte. Rukwied schlägt vor, dass sie 80 Prozent des Mindestlohns bekommen sollten. Laut Verband liegt das Niveau etwa in Polen bei 7,08 Euro, in Spanien bei 8,37 Euro.

Der Mindestlohn in Deutschland soll in zwei Stufen auf 14,60 Euro zum 1. Januar 2027 steigen, wie die Kommission mitteilte. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lobte die Entscheidung. Von der Erhöhung profitierten sechs Millionen Menschen, sagte Guido Zeitler, NGG-Vorsitzender und Mitglied der Kommission. Etwa im Gastgewerbe und Bäckerhandwerk, wo viele im Niedriglohnbereich arbeiten, sei es "ein guter Schritt nach vorne"./sam/cr/DP/nas


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