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Baubeginn für ukrainische Fabrik nahe deutscher Grenze

VOJENS (dpa-AFX) - Nicht weit von der Grenze zu Schleswig-Holstein entsteht in Dänemark eine erste ukrainische Rüstungsfabrik zur Produktion von Raketentreibstoff. Den ersten Spatenstich zum symbolischen Beginn des Baus in der süddänischen Gemeinde Hadersleben (dänisch: Haderslev) setzten am Nachmittag Dänemarks Wirtschaftsminister Morten Bødskov, der lokale Bürgermeister Mads Skau und der Dänemark-Direktor des ukrainischen Waffenproduzenten Fire Point, Wjatscheslaw Bondartschuk.

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Die Flagge der Ukraine.
Quelle: - pixabay.com:

Mit dem Spatenstich trete das Projekt in der Kleinstadt Vojens nun in die nächste Phase ein, wurde Bødskov in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Vor Ort in Süderjütland schaffe man damit Jobs, außerdem komme der Bau der dänischen Verteidigungsindustrie zugute.

Ukrainische Produktion auf Nato-Boden

Die Ukraine setzt sich seit dem Februar 2022 gegen eine russische Invasion zur Wehr. Dänemark zählt international zu den größten Unterstützern der Ukraine. In dem Zuge will das skandinavische EU-Land als erster Nato-Staat auch mehreren ukrainischen Verteidigungsunternehmen ermöglichen, ihre Produktionsanlagen auf dänischem Boden anzusiedeln. Die dänische und die ukrainische Regierung hatten dazu in diesem Jahr Vereinbarungen getroffen.

Fire Point will in der Fabrik neben dem dänischen Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup unter anderem festen Raketentreibstoff produzieren, der dann bei der ukrainischen Verteidigung gegen Russland zum Einsatz kommen soll. Damit soll unter anderem gewährleistet werden, dass die Produktion nicht durch russische Angriffe auf Anlagen innerhalb der Ukraine lahmgelegt werden kann.

Gerechnet wird damit, dass der Werksbetrieb in der dänischen Kleinstadt Vojens im Laufe des kommenden Jahres aufgenommen werden kann. Russlands Botschaft in Dänemark hat das Vorhaben kritisiert. Vor Ort ist der Fabrikbau umstritten. Manche Einwohner sorgen sich dänischen Medienberichten zufolge unter anderem um die Sicherheit und wegen möglicher russischer Sabotage./trs/DP/nas

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