Bahn will Strecke Köln-Hagen im Juli pünktlich freigeben

dpa-AFX  | 
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Die Seitenansicht eines ICE mit dem Logo der Deutschen Bahn.
- ©unsplash.com

KÖLN/WUPPERTAL (dpa-AFX) - Nach mehr als fünf Monaten Sperrung will die Bahn die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen wie geplant in knapp vier Wochen freigeben. Gut 90 Prozent der Gleise und Oberleitungen seien bereits erneuert. "Unser aller Ziel ist eine pünktliche Freigabe der Strecke für die Fahrgäste", sagte Gesamtprojektleiter Arno Jaeger. Laut Plan sollen die Züge ab dem Abend des 10. Juli wieder rollen.

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In den verbleibenden Wochen gehe es nun unter anderem darum, die Modernisierung der Bahnhöfe fertigzustellen. "Außerdem steht die umfangreiche Abnahmeprüfung der gesamten Technik auf dem Plan", sagte Jaeger.

Die Generalsanierung ist das derzeit größte Bauprojekt der Bahn in Nordrhein-Westfalen. Weil Gleise und Bahnhöfe grundlegend erneuert werden, ist die für den Fern- und Regionalverkehr wichtige Strecke zwischen Köln und Hagen seit Februar voll gesperrt.

Der Fernverkehr etwa von Köln nach Berlin und Hamburg wird weiträumig über das Ruhrgebiet umgeleitet. Für die Pendler in der Region fahren rund 200 Ersatzbusse. Einige fahren wie S-Bahnen alle Stationen unterwegs ab. Einige pendeln als Expressbusse zwischen den großen Bahnhöfen. Allerdings berichten Fahrgäste immer wieder von Problemen, etwa weil die Busse auf den Autobahnen im Stau stehen.

S-Bahn-Gleise wieder freigegeben

Für etwas Entspannung sorgt, dass seit dem Wochenende immerhin die S-Bahn-Gleise von Düsseldorf über Wuppertal nach Hagen wieder freigegeben sind. Sie verlaufen teilweise parallel zu der gesperrten Strecke. Deshalb können bis zum Ende der Generalsanierung jetzt wieder einige S-Bahnen und Regionalzüge auf dem Abschnitt zwischen Düsseldorf und Hagen fahren.

Am besten sehen Reisende in der Online-Auskunft, wie die eigene Verbindung trotz der Bauarbeiten funktioniert, empfiehlt die Bahn. Dort seien alle Änderungen enthalten.

Bahn verspricht weniger Störungen und Verspätungen

Nach Abschluss der Generalsanierung soll die von Fern-, Regional- und Güterzügen stark befahrene Strecke zwischen Köln und Hagen verlässlicher und leistungsfähiger werden, verspricht die Bahn. Störungen und Verspätungen sollen sich deutlich reduzieren.

Die Bahn setzt zwischen Köln und Hagen zum ersten Mal in NRW ihr noch recht neues Konzept der Generalsanierung um. Während früher versucht wurde, mit vielen kleinen Baustellen den Zugverkehr immer irgendwie aufrechtzuerhalten, wird jetzt einmal komplett gesperrt - dafür sollen Reisende anschließend jahrelang ohne Einschränkungen durch Baustellen mit dem Zug fahren können. Als Nächstes startet im Juli 2026 die Generalsanierung der rechtsrheinischen Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden./mhe/DP/zb



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