- Warburg Research sieht Chancen bei Medios, Deutz, S
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Warburg Research sieht im deutschen Aktienmarkt derzeit vor allem bei Medios, Deutz (Deutz Aktie), Süss Microtec, Singulus und ProCredit Holding Chancen. Im aktuellen "Warburg Monthly Stock Tracker" verweisen die Analysten auf konkrete Kurstreiber für die kommenden Wochen. Im Fokus stehen dabei Bewertung, Wachstum, Momentum und der Nachrichtenfluss.
Besonders interessant erscheint Warburg derzeit Medios. Die Aktie hat nach den Jahreszahlen 2025 deutlich verloren, obwohl die Ergebnisse aus Sicht der Analysten besser waren als die Kursreaktion vermuten ließ. Der Umsatz lag mit 2,08 Milliarden Euro leicht über den Erwartungen. Die schwächere Profitabilität führen die Experten vor allem auf zeitliche Effekte, Einmalbelastungen und eine nicht zahlungswirksame Neubewertung zurück.
Für 2026 hält Warburg die Prognose des neuen Managements für bewusst vorsichtig. Bei einem Kurs von rund 12 Euro sei die Bewertung sehr niedrig. Zudem sei das Geschäftsmodell weitgehend gegen konjunkturelle und handelspolitische Risiken abgeschirmt. Der erste wichtige Vertrauensbeweis dürfte aus Sicht der Analysten mit dem Bericht zum ersten Quartal kommen.
Auch Deutz ist für Warburg nach dem Kursrückgang von mehr als 30 Prozent wieder einen genaueren Blick wert. Die Zahlen für 2025 lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen, der Ausblick auf 2026 fiel konstruktiv aus. Das Management habe zudem für das erste Quartal positive Signale beim Auftragseingang im Motorengeschäft gegeben. Das spreche für steigende Produktionsvolumina und bessere Margen.
Zusätzlichen Rückenwind sehen die Analysten durch das Sparprogramm "Future Fit". Mehr Klarheit soll der Quartalsbericht am 7. Mai bringen.
Bei Süss Microtec rechnen die Analysten nach der jüngsten Kursschwäche mit einer Erholung. Die Aktie litt unter einer Profitabilitätsprognose, die unter den Erwartungen lag. Warburg sieht die Investmentthese aber weiter intakt.
Der Auftragseingang habe sich bereits im vierten Quartal stark entwickelt und zu Beginn von 2026 weiter beschleunigt. Das könnte schon mit den nächsten Zahlen für positive Impulse sorgen. Auch eine spätere Anhebung der Prognose schließen die Analysten nicht aus.
Singulus sorgte aus Sicht von Warburg mit einem neuen Partner für eine positive Überraschung. Dieser hat eine Finanzierung über fünf Jahre zugesagt und steht kurz vor dem Abschluss einer Wandelanleihe, die ihm später 20 Prozent an dem Unternehmen sichern könnte.
Die Analysten sprechen von einer klaren Wende. Zusätzlichen Schub könnte die Bekanntgabe des Partners bringen, bei dem es sich nach ihren Informationen um einen US-Kunden mit großen Solarplänen handelt.
Bei ProCredit Holding setzt Warburg auf anhaltendes Kreditwachstum und bessere Margen. Das Kreditvolumen legte 2025 währungsbereinigt bereits um 13,1 Prozent zu. Für 2026 erwarten die Analysten eine Fortsetzung dieser Entwicklung.
Gleichzeitig bleibe die Kreditqualität stabil. Auch beim Zinsüberschuss sehen sie weiteres Potenzial, weil teure Einlagen zunehmend durch günstigere ersetzt werden. Zwar dürften Einmaleffekte und Investitionen die Rendite 2026 noch belasten. Bis 2027 hält Warburg aber eine deutliche Verbesserung für realistisch. Mit einer Dividende von 0,47 Euro je Aktie und einer günstigen Bewertung bleibt der Titel aus Sicht der Analysten attraktiv.
Unter dem Strich setzt Warburg damit vor allem auf Aktien, bei denen niedrige Bewertungen, vorsichtige Erwartungen oder neue operative Impulse eine Gegenbewegung auslösen könnten.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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