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Antidiskriminierungsverband beklagt Anstieg von Rassismus

BERLIN (dpa-AFX) - Der Antidiskriminierungsverband Deutschland beklagt einen deutlichen Anstieg rassistischer Diskriminierung. Die entsprechenden Fälle, die an den Verband herangetragen wurden, erreichten 2024 einen Höchststand, wie der Verband mitteilte.

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Quelle: - © brazzo / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:

Insgesamt 3302 Fälle von Diskriminierung hätten Beratungsstellen des Verbands für 2024 übermittelt, mehr als 2000 davon zum Thema Rassismus. An der Datenübermittlung nahmen laut Verbandsangaben aber lediglich 28 der insgesamt 38 Beratungsstellen des Verbands teil. Ein Gesamtbild bildet die genannte Fallzahl folglich nicht.

Verband: Mehr Anfeindungen gegen Schwarze und Muslime

Auch wenn die Fallzahlen nicht vollständig seien, beobachte die Stelle, dass die Fälle von rassistischer Diskriminierung - insbesondere rassistischer Diskriminierung gegen Schwarze und Muslime - mit den Jahren deutlich zugenommen hätten, erklärte Projektleiter Bartek Pytlas. Insbesondere bei Behörden und Ämtern und in der Arbeitswelt verschärfe sich das Phänomen. Der Verband fordert deshalb einen deutlichen Ausbau der Unterstützungsangebote für Betroffene und eine sichere Finanzierung für die etablierten Anlaufstellen.

Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman bestätigt Entwicklung

Die Entwicklung, die der Verband beklagt, deckt sich auch mit den jüngst vorgestellten Daten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die die Unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman am Mittwoch erneut hervorhob: Demnach hätten sich im vergangenen Jahr mehr als 11.400 Menschen wegen Erfahrungen mit Diskriminierung an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Mit einem Anteil von 43 Prozent hätten Erfahrungen mit Rassismus im Jahr 2024 das Gros der Anfragen ausgemacht./yydd/DP/stw

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