PARIS (dpa-AFX) - Nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Bank in Paris am Wochenende sieht die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft eine Verbindung zu einer proiranischen Gruppierung. Diese habe zuvor in sozialen Medien ein Propagandavideo veröffentlicht und die Pariser Zentrale der Bank of America als Ziel benannt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Vorgehensweise ähnele der anderer Anschläge in europäischen Ländern, die die bislang unbekannte Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia in den vergangenen Wochen für sich reklamiert habe.
Für dich zusammengefasst:
Anti-Terrorstaatsanwaltschaft sieht Verbindung zum Iran.
In Paris wurde ein Anschlag auf eine US-Bank verhindert.
Frankreich arbeitet mit Belgien und den Niederlanden zusammen.
In Paris hatten Polizeikräfte in der Nacht zum Samstag verhindert, dass ein Brandsatz vor der US-Bank gezündet wurde. Gegen drei Minderjährige sowie einen volljährigen mutmaßlichen Auftraggeber sei ein Ermittlungsverfahren wegen Terrorismus und der Herstellung von Brand- oder Sprengkörpern sowie versuchter Brandstiftung und Sachbeschädigung eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die vier sollten in Untersuchungshaft kommen und die eigentlichen Drahtzieher des Anschlagsversuchs ermittelt werden.
Für die weiteren Ermittlungen arbeite Frankreich insbesondere mit den Justizbehörden von Belgien und den Niederlanden zusammen, wo es Brandanschläge auf Synagogen in Lüttich und Rotterdam sowie auf eine jüdische Schule in Amsterdam verübt worden waren. Experten etwa vom International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) zweifeln unterdessen, inwieweit sich tatsächlich eine neue islamistische Gruppierung gebildet hat - oder es sich dabei womöglich um eine Inszenierung und Teil einer hybriden Kriegsführung des Irans handelt, um die wahre Urheberschaft zu verschleiern./evs/DP/men
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