Nach Angaben des Blockchain-Analysedienstes Lookonchain hatte der Betroffene seine Bitcoin vor etwa vier Monaten zu einem durchschnittlichen Kurs von 65.000 US-Dollar erworben. Damals kosteten die 80 BTC insgesamt rund 5,2 Millionen US-Dollar, bevor ihr Wert durch den anschließenden Kursanstieg um etwa 1,38 Millionen US-Dollar zulegte.
Der Anleger hatte seine Hardware Wallet nach Angaben von Lookonchain beim südostasiatischen Händler CryptoBilis gekauft. Ledger forderte den Wiederverkäufer nach Bekanntwerden des Vorfalls auf, den Verkauf seiner Geräte vorerst einzustellen. Ob die betroffenen Wallets vor dem Verkauf manipuliert wurden oder die Täter auf anderem Weg Zugriff auf die privaten Schlüssel erhielten, ist bislang nicht geklärt.
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Im selben Block, in dem die 80 Bitcoin des Anlegers abflossen, wurden mindestens sechs weitere größere Transaktionen registriert, die nach Einschätzung von Blockchain-Analysten mit dem Vorfall zusammenhängen könnten.
Auch der Stablecoin-Emittent Tether soll bereits eingegriffen haben. Nach Angaben von MistTrack wurden USDT-Token auf Wallet-Adressen eingefroren, die mit dem mutmaßlichen Diebstahl in Verbindung stehen. Anders als bei Bitcoin kann Tether bestimmte Adressen sperren und damit verhindern, dass die darauf befindlichen Stablecoins weiterbewegt werden. Wie hoch der eingefrorene Betrag ausfällt, ist bislang nicht bekannt.
Für Hersteller von Hardware Wallets ist es nicht der erste schwerwiegende Sicherheitsvorfall in diesem Jahr. Bereits im August führte ein Fehler in der Firmware von Coldcard dazu, dass Angreifer Bitcoin im Wert von rund 70 Millionen US-Dollar entwenden konnten.
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