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Anbaufläche für Getreide wächst nach Tiefstand wieder

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Anbaufläche für Getreide in Deutschland wächst nach einem Tiefstand wieder leicht. Die Landwirtschaftsbetriebe bauen nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes für das Erntejahr 2026 auf einer Fläche von 6,03 Millionen Hektar Getreide an. Das wären 108.200 Hektar oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Behörde mitteilte. Damit würde die Anbaufläche das Niveau von 2023 übertreffen, nachdem sie 2024 witterungsbedingt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe 2010 gesunken war.

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Eine Landmaschine auf einem Kornfeld (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:

Der Schwerpunkt des Getreideanbaus in Deutschland liegt mit großem Abstand auf Wintergetreide wie Winterweizen, Wintergerste und Roggen. Dieses Jahr wird Wintergetreide auf knapp 5,0 Millionen Hektar angebaut. Das sind 2,3 Prozent mehr als 2025 und fast 83 Prozent der Getreideanbaufläche. Die Anbaufläche für Sommergetreide bleibe dagegen fast unverändert, so die Statistiker. Wintergetreide wird im Herbst des Vorjahres ausgesät und bringt in der Regel höhere Erträge als das Sommergetreide, das erst ab März auf die Felder kommt.

In anderen Bereichen gab es laut der Statistiker teils deutliche Rückgänge. Kartoffeln etwa werden geschätzt auf 280.400 Hektar angebaut - rund sieben Prozent weniger als im vergangenen Erntejahr. Die Anbaufläche für Zuckerrüben beträgt voraussichtlich 338.700 Hektar, ein Minus von 12,6 Prozent.

Den deutschen Bauern setzen Preisdruck und steigende Kosten zu, sie schauen daher mit gedämpften Erwartungen auf das laufende Jahr. Die Preise für Getreide seien auf das Niveau der frühen Achtzigerjahre gefallen, auch bei Zucker und Kartoffeln gebe es Druck, hatte Bauernpräsident Joachim Rukwied zu Jahresbeginn gesagt./als/DP/zb


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