- Amazon verhandelt über die Übernahme von Decart.
- Decart ist mit fast vier Milliarden US-Dollar bewertet.
- Amazons Aktie stieg um 3,3 Prozent auf 262,43 US-Dollar.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Amazon will bei künstlicher Intelligenz nachlegen. Der Konzern verhandelt über die Übernahme des Start-ups Decart für rund sieben Milliarden US-Dollar, wie das Wall Street Journal am Sonntag unter Berufung auf Insider berichtete. Der Deal könnte bald stehen, sofern die Gespräche nicht scheitern oder ein anderer Bieter auftaucht.
Decart gehört zu den gefragten Adressen der Branche. Das von Nvidia unterstützte Unternehmen bearbeitet mit seinem Modell "Lucy" Livevideos in Echtzeit. Ein zweites Modell namens "Oasis" erzeugt simulierte Welten, in denen Roboter und autonome Autos trainieren.
Im Mai sammelte Decart 300 Millionen US-Dollar ein und wurde laut PitchBook mit fast vier Milliarden US-Dollar bewertet. Anthropic hatte im August einen Kauf für sechs Milliarden US-Dollar geprüft, nach eingehender Prüfung aber abgewunken, wie Bloomberg berichtete.
Prime Days: Rabatte locken die Kundschaft
Auch im Kerngeschäft läuft es. Während Amazons "Prime Big Deal Days" am 6. und 7. Oktober gaben Kundinnen und Kunden in den Vereinigten Staaten laut Adobe online 9,86 Milliarden US-Dollar aus. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wenn auch knapp unter der Prognose von 9,9 Milliarden. Die Zahlen umfassen alle Händler mit Rabattaktionen, nicht nur Amazon. Gegenüber einem durchschnittlichen Septembertag schossen die Umsätze mit Spielzeug um 158 Prozent nach oben, bei Videospielen um 90 Prozent. Mehr als ein Drittel der Käuferinnen und Käufer erledigte nach eigenen Angaben mindestens die Hälfte der Weihnachtseinkäufe.
Aktie mit Rückenwind
An der Börse ist Amazon in Form. Am Freitag stieg die Aktie um 3,3 Prozent auf 262,43 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht laut MarketScreener ein Plus von 14 Prozent. Mit 2,8 Billionen US-Dollar ist Amazon mehr als dreimal so viel wert wie Walmart. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Jahr 2027 liegt bei rund 25.
Die 60 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf, ihr mittleres Kursziel von 331,53 US-Dollar liegt gut 26 Prozent über dem Kurs. Um den 29. Oktober dürfte Amazon die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Für den operativen Gewinn hat der Konzern 22,5 bis 26,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Cloudsparte Amazon Web Services (AWS) wuchs zuletzt um 36,7 Prozent.
Fazit
Amazon kauft sich gezielt Wissen für Videos und Robotik zu und verdient im Handel weiter gut. Das größte Gewicht für die Aktie hat aber die Cloudsparte. Liefert sie Ende Oktober, hat das Papier Luft nach oben. Vorgezogene Weihnachtseinkäufe könnten dagegen das vierte Quartal etwas dämpfen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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