Amazon greift nach dem Liebling von Nvidia

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Cloud-Computing macht die Übertragung von Daten zwischen Geräten möglich. (Symbolbild).
© oatawa / iStock / Getty Images Plus
Amazon verhandelt über den Kauf des Nvidia-Schützlings Decart für sieben Milliarden US-Dollar. Rund um die Prime Days geben Kunden fast zehn Milliarden aus. Und Analysten sehen 26 Prozent Luft. Was jetzt?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Amazon will bei künstlicher Intelligenz nachlegen. Der Konzern verhandelt über die Übernahme des Start-ups Decart für rund sieben Milliarden US-Dollar, wie das Wall Street Journal am Sonntag unter Berufung auf Insider berichtete. Der Deal könnte bald stehen, sofern die Gespräche nicht scheitern oder ein anderer Bieter auftaucht.

Decart gehört zu den gefragten Adressen der Branche. Das von Nvidia unterstützte Unternehmen bearbeitet mit seinem Modell "Lucy" Livevideos in Echtzeit. Ein zweites Modell namens "Oasis" erzeugt simulierte Welten, in denen Roboter und autonome Autos trainieren.

Im Mai sammelte Decart 300 Millionen US-Dollar ein und wurde laut PitchBook mit fast vier Milliarden US-Dollar bewertet. Anthropic hatte im August einen Kauf für sechs Milliarden US-Dollar geprüft, nach eingehender Prüfung aber abgewunken, wie Bloomberg berichtete.

Prime Days: Rabatte locken die Kundschaft

Werte aus dem Artikel:
Amazon Aktie 259,55 $ -1,10%
Nvidia Aktie 226,43 $ -1,24%

Auch im Kerngeschäft läuft es. Während Amazons "Prime Big Deal Days" am 6. und 7. Oktober gaben Kundinnen und Kunden in den Vereinigten Staaten laut Adobe online 9,86 Milliarden US-Dollar aus. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wenn auch knapp unter der Prognose von 9,9 Milliarden. Die Zahlen umfassen alle Händler mit Rabattaktionen, nicht nur Amazon. Gegenüber einem durchschnittlichen Septembertag schossen die Umsätze mit Spielzeug um 158 Prozent nach oben, bei Videospielen um 90 Prozent. Mehr als ein Drittel der Käuferinnen und Käufer erledigte nach eigenen Angaben mindestens die Hälfte der Weihnachtseinkäufe.

Aktie mit Rückenwind

An der Börse ist Amazon in Form. Am Freitag stieg die Aktie um 3,3 Prozent auf 262,43 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht laut MarketScreener ein Plus von 14 Prozent. Mit 2,8 Billionen US-Dollar ist Amazon mehr als dreimal so viel wert wie Walmart. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Jahr 2027 liegt bei rund 25.

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Die 60 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf, ihr mittleres Kursziel von 331,53 US-Dollar liegt gut 26 Prozent über dem Kurs. Um den 29. Oktober dürfte Amazon die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Für den operativen Gewinn hat der Konzern 22,5 bis 26,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Cloudsparte Amazon Web Services (AWS) wuchs zuletzt um 36,7 Prozent.

Fazit

Amazon kauft sich gezielt Wissen für Videos und Robotik zu und verdient im Handel weiter gut. Das größte Gewicht für die Aktie hat aber die Cloudsparte. Liefert sie Ende Oktober, hat das Papier Luft nach oben. Vorgezogene Weihnachtseinkäufe könnten dagegen das vierte Quartal etwas dämpfen.


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