- Bei den Protesten im Iran starben fast 4.000 Menschen.
- Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA verifiziert 3.919 Tote.
- Mehr als 24.000 Menschen wurden im Iran festgenommen.
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Das Internet im Iran bleibt unterdessen den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach außen, die das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen. Ein vielfach geteiltes Video in den sozialen Netzwerken zeigt schreiende und fliehende Demonstranten in einem belebten Teil der Hauptstadt Teheran, als staatliche Repressionskräfte das Feuer auf die Menge eröffnen.
Die tatsächliche Zahl der getöteten Demonstranten könnte Berichten zufolge deutlich höher liegen. Laut Informationen der britischen Zeitung "The Sunday Times" sollen zwischen 16.500 bis 18.000 Menschen getötet worden sein. Mitarbeiter in acht großen Augenkliniken und 16 Notaufnahmen im Land hätten die Zahlen zusammengestellt.
Aktivisten: Mehr als 24.000 Menschen festgenommen
Während die Proteste zurzeit verstummt sind, melden die Sicherheitsbehörden Festnahmen mutmaßlicher "Protestführer". In der zentralen Wüstenprovinz Jasd berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, über die Verhaftung von "Anführern und terroristischen Akteuren der Unruhen".
Mehr als 24.000 Menschen seien im Rahmen der aktuellen Protestwelle festgenommenem worden, berichtete HRANA. Auch das Critical Threats Project (CTP) berichtete über eine großangelegte Verhaftungskampagne. Der Staat setze seine Repressionen fort "und verstärkt sie sogar noch, um jegliche Protestaktivitäten zu verhindern", hieß es in der Analyse.
Hackerangriff auf iranisches Staatsfernsehen am Sonntag?
Satellitensignale des iranischen Staatsfernsehens waren Berichten zufolge kurzzeitig durch einen Hackangriff unterbrochen. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten am Sonntagabend Störungen und Protestbotschaften im laufenden Programm. Regierungsnahe iranische Medien wiesen einen Hackerangriff zurück. Es habe sich lediglich um eine technische Störung gehandelt, die von "einigen feindlich gesinnten Medien" fälschlich als Hack dargestellt worden sei, berichtete Tasnim./arb/DP/tih
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