FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag mit freundlicher Tendenz eröffnen. Nach einer bislang erfolgreichen Woche und dem höchsten Kursniveau seit mehr als einem Monat wird der Dax mit einem moderaten Plus erwartet. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax für den Leitindex einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 25.761 Punkte.
Für dich zusammengefasst:
Der Dax wird mit einem Plus von 0,2% erwartet.
Die Ölpreise sanken, bleiben jedoch weiterhin hoch.
Vonovia-Aktien verloren 3,3% im vorbörslichen Handel.
Die Ölpreise sanken am Morgen ein Stück weit, wenngleich sie immer noch sehr hoch sind. Die Entscheidung der US-Notenbank Fed am Vorabend, die Leitzinsen unverändert zu lassen, war wie erwartet ausgefallen. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte an diesem Donnerstag Ökonomen zufolge ihre Zinsen nicht verändern.
Licht und Schatten zeigten nach US-Börsenschluss die Quartalsbilanzen der Tech-Giganten Microsoft und Alphabet . Microsoft überzeugte, während die Google-Muttergesellschaft enttäuschte. In Asien waren Anleger mit dem Abschneiden von Samsung nicht zufrieden. Auch hierzulande geht die Berichtssaison der Unternehmen mit voller Fahrt weiter.
Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia (Vonovia Aktie) erwartet, dass der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) im laufenden Jahr in der unteren Hälfte der anvisierten Spanne liegen wird. Bei Anlegern kam das nicht gut an. Die seit Monaten unter Druck stehende Vonovia-Aktie verlor im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate 3,3 Prozent zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag. Den Papieren droht damit im Haupthandel ein weiteres Tief seit dem Frühjahr 2023.
Eine milliardenschwere Porsche-Abschreibung , schwache Geschäfte in China und Kosten für den Konzernumbau drückten Volkswagen im dritten Quartal tief in die roten Zahlen, ein gab einen Milliardenverlust. Die VW-Vorzugsaktie gab auf Tradegate um 1,1 Prozent nach.
Knorr-Bremse zeigt sich nach Eckzahlen für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Sowohl der Umsatz als auch der freie Mittelzufluss sollen nun jeweils "am oberen Ende" der bisherigen Spannen liegen. Die Knorr-Anteilsscheine büßten auf Tradegate 1,2 Prozent ein.
Teils höhere Absatzpreise und das laufende Kostenprogramm trieben Wacker Chemie im Sommerquartal an. Die Jahresziele für Umsatz und operativen Gewinn wurden bestätigt. Die Nettoverschuldung soll indes niedriger ausfallen als bisher gedacht. Auf Tradegate stiegen die Wacker-Papiere um 2,2 Prozent.
Der Stahlhersteller Salzgitter hob nach den ersten neun Monaten sein Ergebnisziel für das Gesamtjahr erneut an. Die Salzgitter-Titel zogen auf Tradegate um 4,0 Prozent an.
Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy steigerte den Umsatz im dritten Quartal deutlich, und auch das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte stark nach oben. Dennoch sackten die Papiere auf Tradegate um 5,4 Prozent ab./edh/mis
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