Airport Leipzig/Halle: Angebote für Besucher ausgesetzt

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WASHINGTON/LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle gibt es dort keine Besucherführungen mehr. Zudem wurde die Besucherterrasse gesperrt. Beides teilte der Airport auf seiner Internetseite mit.

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Hinweis

"Liebe Gäste, vor dem Hintergrund des aktuellen Vorfalls am Flughafen Leipzig/Halle und der weiterhin laufenden Untersuchungen haben wir uns entschieden, Besucherführungen vorsorglich vorübergehend auszusetzen. Wir bedauern sehr, dass gebuchte Touren daher derzeit nicht wie geplant stattfinden können", hieß es. Sobald Führungen wieder möglich seien, wolle der Flughafen darüber informieren.

In der vergangenen Woche hatte "Bild" berichtet, dass es unter anderem noch Nachttouren in den Sicherheitsbereich des Flughafens gebe.

Drohnenabwehr auf Besucherplattform

Zudem hieß es auf der Internetseite des Flughafens, die Aussichtsterrasse bleibe vorübergehend für den Besucherverkehr geschlossen. Ein Sprecher der Bundespolizei teilte der "Leipziger Volkszeitung" (LVZ) mit: "Die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei ist auf der Besucherplattform im Einsatz." Ob dort ein Radar zur Erkennung von Drohnen installiert wurde, wollte der Sprecher demnach nicht bestätigen.

Ein dpa-Fotograf hatte am Wochenende beobachtet, dass Radartechnik auf der Besucherplattform auf dem alten Tower installiert wurde. Aus einsatztaktischen Gründen würden keine Details zu der Anlage bekanntgegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf dpa-Anfrage. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das anfliegende Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Am späten Dienstagabend war auf dem Flughafen in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Zudem war ein Flugzeug mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt kollidiert - möglicherweise einer zweiten Drohne. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr./sck/DP/he



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