BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund von Meinungsverschiedenheiten über den Iran-Krieg trifft sich die AfD-Bundestagsfraktion nach eigenen Angaben am Mittwoch erneut mit Vertretern der US-Republikaner von US-Präsident Donald Trump. Für den Abend ist im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestages eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung zu den transatlantischen Beziehungen geplant. Dabei soll unter anderem der Präsident des New York Young Republican Club, Stefano Forte, auftreten.
Fraktionsvize Beatrix von Storch, die die Veranstaltung gemeinsam mit dem außenpolitischen Sprecher der Fraktion, Markus Frohnmaier, organisiert, sprach vor Journalisten in Berlin von "hochrangigen Vertretern aus den Vereinigten Staaten", unter anderem aus dem US-Außenministerium, ohne Namen oder weitere Einzelheiten zu nennen.
USA-Trips und MAGA-Kontaktpflege
Von Storch, Frohnmaier und andere AfD-Politiker bemühen sich seit dem Amtsantritt von Trump verstärkt um intensive Kontakte nach Washington. Es gab mehrere USA-Trips und Treffen mit Republikanern, ein Social-Media-Berater Trumps kam zum Vortrag in die AfD-Bundestagsfraktion nach Berlin.
US-Außenminister Marco Rubio wiederum hatte sich offen an die Seite der AfD gestellt und den Umgang des Bundesverfassungsschutzes mit ihr kritisiert. Trumps "Make America Great Again"-Bewegung (MAGA) und die AfD stehen sich inhaltlich in der Migrations- und Gesellschaftspolitik nahe und sehen sich beide im Kampf gegen eine aus ihrer Sicht linke Meinungshoheit in westlichen Demokratien.
Zuletzt mehr Kritik statt Lob für Trump
Nach der US-Militäraktion in Venezuela, dem Konflikt um Grönland und besonders nach dem Beginn der US-Angriffe auf den Iran hatte sich die AfD-Spitze aber kritisch zu Trumps Außenpolitik geäußert. Von Storch sagte zum Iran-Krieg, dies sei ein international schwieriges Thema. Das Mullah-Regime gehöre da nicht hin, "aber es ist von außen schwierig wegzubomben. Das halten wir für problematisch". Zur Frage, ob die AfD-Positionierung zu Verärgerung bei den Republikanern in Washington geführt habe, sagte von Storch lediglich man führe keine öffentlichen Gespräche./jr/DP/stw
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