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AfD-Debatte: Auch Fritz Kola verlässt Verband

HAMBURG (dpa-AFX) - Nach dessen Öffnung für Gespräche mit der AfD verlässt nun auch das Hamburger Unternehmen Fritz Kola den Verband der Familienunternehmer. "Eine offene, demokratische Gesellschaft bildet für uns die Grundlage wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Mitgliedschaft im Verband beendet", teilte die Firma auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

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Flaggen der Alternative für Deutschland (AfD).
Quelle: - © Thomas Lohnes / Freier Fotograf / Getty Images News / Getty Images:

Fritz Kola werde neue Wege suchen, um weiterhin mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern im Austausch zu bleiben und als wirtschaftlicher Akteur präsent zu sein. Auch die Drogeriemarktkette Rossmann und der Hausgerätehersteller Vorwerk hatten die Mitgliedschaft gekündigt.

Der Verband hatte im Oktober zu einem Parlamentarischen Abend in einer Niederlassung der Deutschen Bank in Berlin erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen. Präsidentin Marie-Christine Ostermann sagte dem "Handelsblatt", das "Kontaktverbot" zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei aufgehoben worden.

Verband will "keine Regierung mit AfD-Beteiligung"

Der Verband der Familienunternehmer veröffentlichte in dieser Woche eine Stellungnahme. Die Hoffnung, man könne ein Viertel der bundesdeutschen Wähler durch moralische Ausgrenzung zur Umkehr bewegen, sei nicht aufgegangen, sagte Präsidentin Ostermann. "Jetzt hilft nur noch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD, jenseits von schlichten Kategorisierungen in Gut und Böse."

Mit Andersdenkenden zu diskutieren, heiße nicht, seine Positionen zu akzeptieren. Zugleich stellte Ostermann klar: "Wir Familienunternehmer wollen keine Regierung mit AfD-Beteiligung." Das Weltbild der AfD passe nicht zur freiheitlichen und marktwirtschaftlichen Grundüberzeugung des Verbands./cr/DP/jha

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