40 Billionen US-Dollar Schulden: Trumps großes Sparversprechen ist gescheitert

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Donald Trump versprach weniger Staat und sinkende Schulden. Doch die US-Verschuldung hat die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten. Die nächste Haushaltskrise könnte politische Entscheidungen erzwingen.
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Die Staatsverschuldung der USA hat eine neue Rekordmarke erreicht. Obwohl Donald Trump im Wahlkampf versprach, die Regierung zu verkleinern, Ausgaben zu senken und das Defizit durch Wachstum zu reduzieren, stieg die Verschuldung in den ersten 19 Monaten seiner zweiten Amtszeit auf mehr als 40 Billionen US-Dollar.

Gleichzeitig sind die Staatsausgaben nicht gesunken. Auch die Kosten für den Schuldendienst steigen, weil die Renditen am Anleihemarkt zuletzt den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht haben. Experten warnen vor einer wachsenden Haushaltskrise, die künftige Regierungen zu unpopulären Entscheidungen zwingen könnte.

"Es gibt kein Szenario, in dem man die Bilanz von US-Präsident Trump als finanzpolitischen Erfolg bezeichnen könnte", zitiert Reuters Maya MacGuineas vom Committee for a Responsible Federal Budget. Zwar habe Trump eine schwierige Ausgangslage übernommen, seine Politik habe die Situation aber weiter verschärft.

Ein wichtiger Faktor sind die Steuersenkungen. Laut dem Committee for a Responsible Federal Budget erhöhten Trumps Maßnahmen in seiner ersten Amtszeit die Verschuldung um 8,4 Billionen US-Dollar. Seine Steuer- und Einwanderungspolitik der zweiten Amtszeit könnte laut Congressional Budget Office weitere 4,7 Billionen US-Dollar hinzufügen.

Das Weiße Haus widerspricht und verweist auf Kürzungen bei Behörden und Programmen. Sprecher Kush Desai erklärte, Trump habe gegen Verschwendung und Missbrauch in der Bundesregierung vorgegangen.

Trump setzt weiterhin auf starkes Wachstum als Lösung. "Das Wachstum wird das ganz leicht regeln", sagte er im August. Ökonomen bleiben jedoch skeptisch. Fed-Chef Kevin Warsh warnte, dass der KI-Investitionsboom Kapital bindet und dadurch die Finanzierungskosten für Staat und Unternehmen steigen könnten.

Robert Sockin, US-Chefvolkswirt bei PGIM, sieht die Haushaltslage zunehmend unter Druck. Steigende Zinsen, höhere Verteidigungsausgaben und ein Defizit von rund 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts könnten den Schuldenanstieg weiter verstärken.



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