Der Stein kam durch einen Fake-Post auf X ins Rollen. Ein Konto, das sich als Jonathans langjähriger Tierarzt ausgab und inzwischen gelöscht wurde, verbreitete rührselige Abschiedsworte und sammelte im selben Atemzug Krypto-Spenden ein. Die Geschichte zog schnell Kreise und mehrere große Medien übernahmen die Meldung. Jedoch ist der echte Tierarzt gar nicht auf X aktiv ist. Seine klare Ansage lautete daher: “Jonathan ist sehr lebendig.” Und weiter: “Es ist ein Betrug.”
Weil nach dem ursprünglichen X-Post zahlreiche Nachrufe formuliert wurden, bekam der Gouverneur von St. Helena mitten in der Nacht besorgte Nachrichten aus aller Welt. Also machte er kurzerhand das, was in solchen Fällen naheliegt: Er ging selbst nachsehen. Das Ergebnis fiel wenig dramatisch aus, denn Jonathan lag schlichtweg schlafend unter einem Baum. Später nahm der Gouverneur die Sache mit Humor und zitierte Mark Twain mit den Worten, die Nachricht über seinen Tod sei “stark übertrieben”.

Hinter dem falschen Abschied steckte der Versuch, mit einem beliebten Symbol Krypto-Assets abzugreifen. Solche emotional aufgeladenen Tricks gehören längst zum Standardrepertoire moderner Betrüger. Der Fall Jonathan zeigt: nicht einmal eine fast 200 Jahre alte Schildkröte ist inzwischen zu alt, um noch als Lockvogel für einen Krypto-Scam herzuhalten. Wie ihr eure Coins schützen könnt, erfahrt ihr in diesem BTC-ECHO Interview.

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