100 Jahre ungelöst: Hat OpenAI dieses legendäre Mathe-Rätsel geknackt?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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ChatGPT ist ein von OpenAI entwickeltes Sprachmodell, das natürliche Gespräche mit Benutzern führt und auf der GPT-Architektur basiert
©unsplash.com
10.000 KI-Agenten, 88 Stunden Rechenzeit und Millionen US-Dollar Kosten: OpenAI will eines der größten Mathe-Rätsel gelöst haben. Doch jetzt muss der 165-seitige Beweis den Experten standhalten.
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Hinweis

OpenAI will eines der berühmtesten ungelösten Probleme der Mathematik geknackt haben. Wie das Wall Street Journal berichtet, wäre es erst das zweite gelöste Millennium-Preis-Problem überhaupt.

Konkret geht es um die Navier-Stokes-Gleichungen. Sie beschreiben, wie Wasser, Luft und andere Flüssigkeiten oder Gase strömen. Solche Berechnungen sind etwa für Wettermodelle, Flugzeuge oder den Blutfluss wichtig.

Das Problem lässt sich vereinfacht so erklären: Kann sich ein Wirbel immer weiter zusammenziehen und dabei gleichzeitig immer schneller drehen, bis die Mathematik praktisch „explodiert“?

OpenAI sagt: Ja. Das KI-Modell fand demnach einen solchen Fall. Die berechnete Geschwindigkeit würde theoretisch unbegrenzt steigen. Mathematiker sprechen dabei von einer Singularität.

OpenAI veröffentlichte einen 165 Seiten langen Beweis. Bis zu 10.000 KI-Agenten arbeiteten daran. Die benötigte Rechenleistung kostete nach Unternehmensangaben mehrere Millionen US-Dollar.

Die Bedeutung wäre enorm. Im Jahr 2000 wurden sieben besonders schwierige Mathematikprobleme mit jeweils einer Million US-Dollar Preisgeld versehen. Bislang wurde erst eines offiziell gelöst. OpenAI will das Preisgeld nicht beanspruchen.

Fields-Medaillenträger Timothy Gowers sprach gegenüber dem Wall Street Journal von einem symbolisch großen Moment. Den Beweis hatte er zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht selbst geprüft.

Auch das verwendete KI-Modell lässt aufhorchen. Es ist noch nicht öffentlich verfügbar und laut OpenAI deutlich stärker als GPT-6 Astra. Bei einem internen Mathe-Test löste Astra rund zehn Prozent der Aufgaben, das neue Modell fast 50 Prozent.

Noch ist der Durchbruch nicht endgültig bestätigt. Auch Forscher von Anthropic und der New York University veröffentlichten Arbeiten zu einer verwandten Fragestellung.

Hält der OpenAI-Beweis einer unabhängigen Prüfung stand, wäre das ein starkes Signal dafür, wie schnell KI zum Werkzeug für echte wissenschaftliche Entdeckungen wird.



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