Von Paul H. Suding
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Paul Suding :Seit kurzem ist er im Ruhestand nach 15 Jahren in der deutschen und europäischen Energiewirtschaft und nach 25 Jahren Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält einen Blog zu Energie und Entwicklung auf seiner website elsud.net
...Seit 2011 wird lt. ArGe Energiebilanzen in Deutschland jährlich mehr Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) gewonnen als aus Kernenergie, zuletzt jede vierte bzw. weniger als jede sechste kWh. Jedoch lieferten 2013 fossil gefeuerte Kraftwerke immer noch über 56%. Braunkohleanlagen erzeugen seit Jahren stabil etwa jede vierte kWh, während der Beitrag der Steinkohlekraftwerke seit 2009 ebenfalls stabil bei nahe 20% liegt und der Erdgasbeitrag entgegen der erhofften Steigerung auf etwa 10% zurückgefallen ist...Bis 2022 soll der Kernenergieausstieg vollzogen sein...
Die Groß-Erzeuger ändern ihre Strategien
.....Da die Groß-Erzeuger es aus wirtschaftlichen Gründen vorzogen, ihre inflexiblen Kraftwerke auch bei starken aber kurzen Rückgängen der Residuallast durchgehend laufen zu lassen, entstand zeitweise ein Angebotsüberhang, der die Börsenpreise weiter sinken ließ und kurzzeitig zu negativen Preisen führte. d.h. die Verkäufer mussten Geld drauflegen, damit der Strom abfließen konnte. Das massive Absinken der Erzeugerpreise, von dem die Groß-Verbraucher profitieren, nicht aber Haushalte und andere Nicht-privilegierte Verbraucher, die eine entsprechend höhere EEG-Umlage zahlen müssen, verdirbt den Erzeugern die Erlössituation. Da sich die Erlösschwäche im deutschen Strommarkt in Anbetracht des neuen EEG und der im Grundbuch manifestierten Pläne der Bundesregierung nicht entscheidend verbessern wird, sind die Groß Erzeuger zum Strategiewechsel gezwungen. ....
Was nicht im Grünbuch steht aber rasch zu sichern ist– die Finanzierung des Dicken Endes der Kernenergie.......