Warum Eon seine Atomenergie ausgliedern will,darüber macht sich bisher wohl niemand weiter Gedanken,aber wenn man die davon gelaufenen Kosten für Lubmin sieht,und die viel zu geringen Rückstellungen für den Rückbau ,sieht man sehr wohl was hier auf uns wartet
Die Nachdenkseiten habne diesen Kommentar dazu
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Es ist zu befürchten, dass das Hauptmotiv dieser Aufspaltung eine Haftungsbeschränkung für den Rückbau der Atomkraftwerke ist. So war das beim Thorium Hochtemperatur-Reaktor in Hamm, so war das bei dem Kugelhaufen-Reaktor in Jülich. Die Betreibergesellschaften wären in Konkurs gegangen, wenn sie den Rückbau hätten finanzieren müssen, also musste der Staat die Kosten übernehmen. Ein ähnliches Manöver scheint hinter dieser Aufspaltung zu liegen, man beschränkt die Haftung für die AKWs auf die „Bad Bank“, die nach aller Voraussicht ohnehin wirtschaftlich nicht nachhaltig sein wird. Jedenfalls dürfte deren Restkapital nicht ausreichen, um den sicheren Einschluss oder gar den Rückbau zu finanzieren.
Die Frage ist, ob die Politik dieses (Betrugs-)Manöver überhaupt verhindern kann. Wirtschaftsminister Gabriel macht sich keine Sorgen, dass sich E.ON beim Atomausstieg aus der Verantwortung stehlen könnte: „Wir passen auf, dass die Rückstellungen für den Rückbau von Atomkraftwerken und die nukleare Entsorgung gesichert bleibt.“ Doch die Rückstellungen sind ohnehin viel zu niedrig angesetzt und wenn der Kraftwerksparte dieser Aufspaltung zahlungsunfähig würde, wäre am Ende sowieso der Steuerzahler der Dumme.