Die NORDEX N-131 oder Enercon E 115? Ich bin gespant.
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Serienstart für Enercons neue E-115
Von Ralf Klöker
Die Drei-Megawatt-Anlage soll an Binnenland-Standorten besonders effizient zu Werke gehen. Erste Parks und Einzelanlagen mit den neuen Rotoren wurden laut Hersteller bereits in Lengerich, Garrel und Brockhausen errichtet.
Aurich/Magdeburg - Der Auricher Windenergieanlagenhersteller Enercon hat mit der Serienproduktion für seine neue Drei-Megawatt-Maschine E-115 – angesiedelt zwischen der E-101 sowie der großen E-126 – begonnen. Erste kommerzielle Projekte wurden in Brandenburg und in Niedersachsen – bei Lengerich, Garrel und Brockhausen – realisiert, wie das Unternehmen dazu im aktuellen „Windblatt“ mitteilte. Konkrete Zahlen zu den im Aufbau befindlichen und geplanten Projekten sowie Zahlen zu den Anlagen konnte Firmensprecher Felix Rehwald auf Nachfrage dieser Tage nicht liefern.
Er sagte aber: „Allgemein geht der Trend zu Anlagen mit größeren Rotordurchmessern. Daher ist davon auszugehen, dass an Standorten, an denen es genehmigungsrechtlich möglich ist, die E-115 statt beispielsweise der E-101 zum Zuge kommt.“ Bei etlichen Projekten in Deutschland hätten Kunden ihre Planungen bereits auf diesen neuen und effizienteren Anlagentyp umgestellt. Ähnlich verhalte es sich bei den Planungen mit den älteren Serientypen E-92 und E-82. Rehwald: „Es gibt allerdings auch Standorte, an denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine Anlagen mit großen Rotordurchmessern gebaut werden dürfen.“
Rund 18 Prozent mehr Strom
Die Anlagen der Drei-Megawatt-Klasse E-115 haben einen Rotordurchmesser von 115,7 Metern und stehen auf Beton-Stahl-Hybridtürmen mit einer Höhe von 92 bis zu 149 Metern. Gedacht sind sie sowohl als Einzelanlagen auf Vorrangflächen im Binnenland, die nur wenige Rotoren zulassen, sowie für kleinere Parks. Nach Angaben des Herstellers ist es die Effizienz, die die E-115 ausmacht. Am Standort des Protoypen in Lengerich erntete eine Maschine des neuartigen Typs bei gleicher Betriebsstundenzahl rund 18 Prozent mehr Strom als eine benachbarte E-101 im selben Windpark. Und die neue Anlage liege auch noch vier Prozent über der Leistungsprognose der Ingenieure. Enercon-Vertriebsmanager Wolfgang Lübbe hofft daher, dass die Serienmaschine sogar noch mehr leistet als der Prototyp.
Auf der E-115 und ihrem Einschlagen auf dem Markt liegen die große Hoffnungen der Auricher, denen der Rostocker Hersteller Nordex mit der N-131, ebenfalls einer Drei-Megawatt-Anlage, eine echte Denkaufgabe vor die Nase setzte. Enercons Vertriebsleiter Stefan Lütkemeyer jedenfalls zieht für die Markteinführung der E-115 positiv Bilanz: „Die neue Maschine wird gut von unseren Kunden angenommen“, und die ersten Serienprojekte habe man planmäßig abgeschlossen. Sein Blick richtet sich jetzt auf die Auslandsmärkte des stark exportorientierten Konzerns: „Enercon bereitet den Markteintritt mit der E-115 außerhalb Europas vor.“ Das dürfte auch den Umschlag der Anlagenteile über den Emder Hafen weiter beleben.