Warum noogman ??
Die WEAs sind im letzten Jahr etwas mehr als ein halbes Jahr gelaufen und dafür gibt es 2,25% an Zinsen. Aufs gesamte Jahr hochgerechnet wären das um die 4,5% an Zinsen. Diese Rendite kann sich doch absolut sehen lassen bei dem aktuellen Zinsniveau und nicht vergessen das letzte Jahr war ein unterdurchschnittliches Windjahr.
Dieser Artikel zeigt aber, dass wirklich viele Ungenauigkeiten bei den ganzen Onshore-Wind Diskussionen Ja oder Nein gibt und oftmals ganz bewusst. Was da diese Zweite Bürgermeisterin von Baar losgelassen hat ist an Dummheit nicht zu überbieten.
Der Chef der Landkreis-Energiegesellschaft Energos Christian Niehaves, der Alleingesellschafter ist der Landkreises Osnabrück, prognostiziert Onshorewindenergie-Rendite von 7 bis 12%.
Hier der Link dazu:
www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/...endite-bis-12-prozent
("Windkraft im Landkreis Osnabrück Energos-Chef sieht Windenergie-Rendite bis 12 Prozent")
Dieses Beispiel von dem Artikel mit der Landkreis-Energiegesellschaft Energos, dass sich Kommunen mit ihren Stadtwerken und Gemeiden zusammen tun und eine Energiegesellschaft bilden (hier Stadtwerke Osnabrück, die Stadtwerke Georgsmarienhütte, die Stadtwerke Lengerich und die TEN) und mit der werden dann Onshore-Windprojekte entwickelt und Windparks gebaut zeigt derzeit den Trend wie es mit dem deutschen Onshore-Wind weiter gehen wird.
Kleinere Gemeinden oder Städte bilden in ganz Deutschland derzeit Energiegesellschaften und das hat ganz große Vorteile, denn großteils bestimmen die Kommunen und/oder die Landkreise durch die vorgeschriebene Konzentrationsflächenausweisungen "Windenergie" wo Windturbinen überhaupt aufgestellt werden dürfen und wo nicht.
Für die Kommunen ist eine Beteiligung an Windprojekten in dreifacher Hinsicht ein sehr gutes Geschäft: Viele ausgewiesene Windanlagenstandorte liegen durch die von den Kommunen selbst erstellten Teilflächennutzungspläne auf kommunalen Grund und Boden, zumindest teilweise, und das heißt Pachteinnahmen von bis zu 30.000 € pro Jahr für eine Windanlage, die Windanlagen bringen Gewerbesteuern ein und letztendlich wird als Miteigentümer an den Einnahmen der Windanlagen mittels der Einspeisevergütung auch noch mit verdient.
Für die Kommunen können Windanlagen in der erwähnten Konstellation ein Bombengeschäft werden und schon deshalb werden wir im deutschen Binnenland in den kommenden Jahren mit größter Wahrscheinlichkeit sehr ordentliche Onshore-Zubauten erleben. Dezentrale Energieerzeugung lässt grüßen.
Vorallem erwarte ich super Wachstumraten ab 2015 von Baden Württemberg, NRW und Hessen, Rheinland Pfalz liegt ohnehin schon sehr gut im Rennen. Zumal ja die Einspeisevergütungen für windschwache Standorte unterhalb des Windreferenzertrages von 85% im EEG 2014 nur um 6,9% auf 0,085 €/kWh gesenkt wurden (Referenzertrag 80 % bedeutet ca. 6 m/s an Windgeschwindigkeit auf 140 Meter Höhe), während bei windstarken Standorten z.B. bei einem Windreferenzertrag von 125% um 18,2% auf 0,0577 €/kWh gekürzt wurde.
In Baden Württemberg wie auch in Hessen sind bis Ende des Jahres der Großteil der für Windanlagen erforderlichen Regionalplanverfahren/Flächennutzungspläne, die Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausweisen, endlich von den Gemeinden/Städten abgearbeitet und dann kann es richtig losgehen mit Onshore-Wind und mit der dezentralen Energieerzeugung im deutschen Binnenland. Nordex wird durch ihre Flagschiffturbine N117 und dem Nachfolgermodell N131 von der Verlagerung des Onshorezubaus vom Norden in Richtung Süden profitieren, da bin ich mir sehr sicher und wird dadurch ihren Marktanteil weiter erhöhen (in diesem Jahr sind es vielleicht schon 12%) und somit sollte ein Rückgang des gesamtdeutschen Onshorezubaus Nordex meiner Einschätzung nach (sehr) gut kompensieren können.
Ich glaube, dass sehr viele Analysten wie auch Experten den deutschen Onshore-Windmarkt nach dem neuen EEG 2.0 aktuell viel zu skeptisch einschätzen.