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Für Windräder wird geholzt
Für jede Windkraftanlage muss ein halber Hektar Wald gefällt werden. Projektleiter Reinhard Strom informierte den Lautersteiner Gemeinderat
SWP | 10.10.2013
Auszug:
Die Investoren von WPD, die den Windpark bauen möchten, haben eine Planungsgruppe für Natur und Landschaft beauftragt, die ein Teilgutachten erstellt hat. Im zentralen Gebiet des Windparks werden keine größeren Probleme gesehen, doch an den Randbereichen, wo es Horste von Rotmilan und Wanderfalken gibt. Der Messmast, der die wirkliche Windstärke ermitteln soll, steht noch nicht, weil seine Statik noch nicht genehmigt ist. Jetzt ist nur noch ein 120 Meter hoher Mast geplant, ursprünglich sollten es 140 Meter sein. Die Messungen werden mindestens ein halbes Jahr vorgenommen.
Von ursprünglich 30 Windkraftanlagen zielt die aktuelle Planung auf 22 Anlagen ab. Doch die Zahl kann sich noch sinken, wenn die Windmessungen und die Artenschutzgutachten vorliegen. Die WPD plant das Aufstellen von Windkrafträdern vom Typ Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 141 Metern. Das Aufstellen soll mit einem mobilen Raupenkran erfolgen, der eine Stellfläche von 35 mal 70 Meter benötigt. Einschließlich der Fundamentfläche sei pro Anlage eine Waldrodung von knapp einem halben Hektar erforderlich bei 20 Anlagen also zehn Hektar. Der gewonnene Strom wird laut Strohm über eine etwa 15 Kilometer lange Erdleitung in Richtung Schalkstetten geführt, um dort an die Hochspannungstrasse angedockt zu werden.