Wolters Kluwer: Nach Geschäftsjahreszahlen 2013


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Wolters Kluwer: Nach Geschäftsjahreszahlen 2013

3
20.02.14 09:42
Goldman Sachs Research vom 20.02. befasst sich mit Wolters Kluwer und geht auf Verkauf.

Die GS-Analysten bestätigen zwar, dass die Geschäftszahlen für 2013 im Großen und Ganzen mit deren Erwartungen übereinstimmten, aber das „organische“ Wachstum (Umsatz und EBITDA) wäre minimal und unterstreiche die Verkauf-Einschätzung. Analog dazu setzen die GS-Researcher ihre Gewinn-je-Aktie-Schätzungen für 2014 und für 2014 etwas niedriger als vorher an. GS-Kursziel auf 12 Monatssicht ist ebenfalls niedriger als zuvor: jetzt 21,8 EUR.
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
14.02.26 00:49
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
14.02.26 00:51
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
14.02.26 00:56
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Ab min 17:05 geht es um Wolters Kluwer. Der Präsentator hat hier antizyklisch nachgekauft.  
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
22.02.26 22:42
Ab min 00:04:30 geht es um den Software-Crash. Auch Wolters Kluwer wird erwähnt, ab min 6:45 spricht Lars Erichsen über sie - er findet, sie sei deutlich zu sehr unter Druck geraten.
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
22.02.26 22:44
Der Informationsdienstleister Wolters Kluwer kämpft mit einem langwierigen Medizin-Journal-Skandal und sieht sich durch neue KI-Tools im Kerngeschäft herausgefordert. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.
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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
22.02.26 22:54

Habe mir die Analyse heruntergeladen, aus dem Beitrag hierüber. Kurzfassung des Resultats:

Gesamturteil:Kaufen
Alle drei Bereiche (Bewertung, Qualität, Charttechnik) führen insgesamt zu einer positiven Einstufung.

Bewertung:Attraktiv
KGV 13,1 deutlich unter Vergleichswerten; EV/EBITDA 8,94; KUV 2,31. Insgesamt als günstig bis fair bewertet -> Kaufen (3/4).

Qualität: Operativ stark, bilanziell angespannt
Umsatz und Margen deutlich gestiegen, sehr hoher Free Cash Flow. Aber: sehr hoher Verschuldungsgrad (655 %) und hohe Ausschüttungsquote (90 %). Trotzdem Gesamturteil ->Kaufen (2/3).

Charttechnik:Schwach, kurzfristig überverkauft
Kurs massiv gefallen (-63 % in 12 Monaten), klar unter allen gleitenden Durchschnitten. RSI bei 26 -> überverkauft, technisch angeschlagen.

Kernaussage:
Fundamental attraktiv und profitabel, aber stark gefallener Kurs und hohe Verschuldung. Die Analyse sieht trotz technischer Schwäche ein Kaufniveau.

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MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
22.02.26 22:58
655% ???

Ja. Laut Analyse beträgt der Verschuldungsgrad 655,01 %.

Berechnung laut Dokument:
Verbindlichkeiten: 5.810 Mio. EUR
Eigenkapital: 887 Mio. EUR
-> 5.810 / 887 ungefähr gleich 6,55 = 655 %

Das ist extrem hoch.
Zum Vergleich: 12 Monate zuvor lag er bei 204 %.

Sachlich heißt das: Die Bilanz ist stark fremdfinanziert. Das Risiko ist damit deutlich gestiegen.
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Trimalchio:

Keineswegs dramatisch

 
23.02.26 00:55
655%...?
Das ist nur die halbe Wahrheit!

Von den genannten Schulden muss man nicht nur die liquiden Mittel abziehen, sondern auch beachten dass Wolters einen hohen operativen Gewinn und Cashflow erzielt.

Mit anderen Worten: das Nettoverschuldung / EDITDA Verhältnis liegt Ende 2025 bei 2,2!
Das heißt, bei sonst gleichen Bedingungen könnte man die kompletten Schulden in 2,2 Jahren abzahlen - ist also durchaus mäßig.

Dazu muss man noch erwähnen, woher die Schulden denn kommen: der Großteil (840 Mio.) nämlich von mehreren Übernahmen in 2025, und somit von Investitionen, die wiederum höhere Gewinne in Zukunft bedeuten.
Nichts außergewöhnliches also.
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Lesanto:

Zahlen

 
25.02.26 08:15
Wolters Kluwer hat für das Gesamtjahr (FY) 2025 Umsatzerlöse von 6,125 Mrd.

Euro (+4 Prozent) gemeldet. Der bereinigte operative Gewinn lag bei 1,687 Mrd.

Euro (+5 Prozent), die bereinigte operative Marge bei 27,5 Prozent (Anstieg um 40 Basispunkte). Der Periodengewinn betrug 1,308 Mrd. Euro (+21 Prozent); das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 5,64 Euro (+25 Prozent), das verwässerte bereinigte Ergebnis je Aktie bei 5,29 Euro (+6 Prozent). Der bereinigte Free Cashflow belief sich auf 1,348 Mrd. Euro (+6 Prozent); der Netto-Cashflow aus operativer Tätigkeit lag bei 1,668 Mrd. Euro (+1 Prozent).

Die Nettoverschuldung betrug zum 31.12.2025 4,024 Mrd. Euro; Net-Debt-to-EBITDA: 2,0x. Vorgeschlagen ist eine Dividende für FY 2025 von 2,52 Euro je Aktie (+8 Prozent); zudem kündigte Wolters Kluwer ein Aktienrückkaufprogramm 2026 von bis zu 500 Mio. Euro an, davon bis einschließlich 24.02.2026 bereits 100 Mio. Euro umgesetzt. Operativ hob Wolters Kluwer hervor, dass wiederkehrende Umsatzerlöse 83 Prozent der FY-2025-Umsatzerlöse ausmachten und organisch um 7 Prozent stiegen; Cloud-Software-Umsatzerlöse (21 Prozent der Umsatzerlöse) wuchsen organisch um 15 Prozent. Das Unternehmen berichtete, dass nahezu 70 Prozent der digitalen Umsatzerlöse aus KI-gestützten Lösungen stammen. Produktseitig nannte Wolters Kluwer unter anderem den Start von UpToDate Expert AI (Health)

und CCH Axcess Expert AI (Tax & Accounting) sowie die Integration der im November 2025 übernommenen Libra in den Legal-&-Regulatory-KI-Arbeitsplatz.

Zu den M&A-Updates zählen außerdem die Übernahmen von Registered Agent Solutions (RASi) und Brightflag sowie der Abschluss der Veräußerung der Einheit Finance, Risk & Regulatory Reporting (FRR) mit einem Gewinn von 232 Mio. Euro; die Netto-Divestment-Erlöse in FY 2025 betrugen 399 Mio. Euro.

Für FY 2026 stellt Wolters Kluwer eine bereinigte operative Marge von rund 28,0 Prozent und einen bereinigten Free Cashflow von 1,300 bis 1,350 Mrd. Euro in Aussicht; das verwässerte bereinigte EPS soll in konstanten Währungen im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Nancy McKinstry verwies auf organisches Wachstum und Margenverbesserung, Stacey Caywood kündigte an, KI-Angebote zu beschleunigen, Partnerschaften auszubauen und die Go-to-Market-Aktivitäten zu verstärken; zugleich soll die Produktentwicklung 2026 auf 12 bis 13 Prozent der Umsatzerlöse steigen.
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Mesias:

Alles im Rahmen

 
25.02.26 08:21
Die Share Buybacks waren natürlich Katastrophal......
1.1 Milliarden € zu durschnittlich 128€ je Aktie wurden zurück gekauft...........toll.........
Der Ausblick ist recht verhalten,da die Aktie aber runter geprügelt wurde,kann es ja kaum noch fallen man ist ja mit wenig zufrieden.
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JlNxTonic:

Im Rahmen reicht nicht

 
25.02.26 10:54
Buybacks waren katastrophal, 3 Jahre lang hat man 1 Milliarde ausgegeben jährlich zu extrem hohen Kursen und Mondbewertungen von KGV 30-40. Nun bei KGV 12 hat man plötzlich kein Geld mehr hierfür.
Das ist Management-Versagen erster Güte. Aktie crasht 66% in einem Jahr und die signalisieren dem Markt: Nun haben wir weniger Geld für Buybacks und können dem Markt nicht zeigen, dass die Aktie unterberwertet ist.
Es ist nicht entschuldbar und das wird die Aktie auch auf neue Tiefs prügeln die nächsten Wochen, dazu höhere Investitionen. Diese hätte man 2025 und davor tätigen sollen und nicht erst dann wenn die Kacke am Dampfen ist im Software-Sektor. Zeigt von extrem schlechter Vision und dass man keine echte Strategie hat außer dem Markt und den Entwicklungen hinterherzulaufen und erst dann mehr zu investieren, wenn die KI-Agenten jeden Tag exponentiell an Nutzungen zulegen.

Aktuell gibt es keinen Grund die Aktie zu kaufen, Management hat extrem viel Vertrauen verspielt und alles ruiniert was man die letzten Jahre aufgebaut hat. Mehr als KGV 12 für ein Unternehmen, dass 5% wächst, ist nicht mehr möglich. SaaS wird auf lange Zeit keinen Bewertungsaufschlag mehr bekommen für die wiederkehrenden Umsätze. Solange das Wachstum durch KI sich nicht beschleunigt, gibt es 1000 andere attraktivere Aktien.
Kann niemanden raten hier nachzukaufen, trotz 66% Minus, die Aktie war jahrelang zu hoch bewertet und ist nun normal bewertet ohne wirkliche Katalysatoren für Momentum.
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Mesias:

du schreibst auch viel Müll

2
25.02.26 12:18
Die werden dieses Jahr auch wieder für 500 Millionen Aktien zurück kaufen.
Wenn du bei 130 gekauft hast ist das dein Pech,dumm gelaufen!
Ich habe erst bei 90 euro meine erste Posi gekauft und weiter gekauft mit fallenden kursen.
Dein Rumgeheule kannst du dir sparen.
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MiaSanMia:

Pos

 
25.02.26 12:28
Heute 1. Position gekauft. Div. steigt auf 2,52 €. Sind fast 4% aktuell. War attraktiv genug für eine kleine Position. Mal schauen wo die Reise hin geht
Antworten
Mesias:

Ich kann nur lachen

 
25.02.26 12:34
Diese Typen schreiben Manager schlecht alles schlecht und kauft nicht usw.....
Das Problem dei diesen Kleinanlegern ist,die haben keine Gedult und wenn sie Verluste haben verkaufen sie nicht,weil sie sich nicht eingestehen können mal wieder falsch gelegen zu haben.
Dann kauern sie lieber in der Ecke rum,obwohl sie dem Vorstand nicht mehr trauen und verkaufen trotzdem nicht.
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Trimalchio:

Dividende

 
25.02.26 12:48
Steht irgendwo, wie sich die Dividende aufteilt?
Im letzten Jahr waren es 1,50 und 0,93 Euro.
Antworten
Lesanto:

ich bin hier

 
25.02.26 16:39
mit den ersten Aktien seit ca. 2-3 wochen dabei. Die Zahlen heute fand ich persönlich völlig ok.
Aktien wurden zuletzt jede Woche für ca 200.000Euro zurückgekauft zu den Discount Kursen.
Dazu die Divi die mittlerweile bei 4% Prozent liegt.
Von daher für mich persönlich alles ok.
Gekauft habe ich die Aktie übrigens weil ein so großer KI Verlierer wie geschrieben wurde ist es für mich nicht und der Kursverlust der letzten Wochen völlig überzogen war.
Aber das ist nur meine Meinung, mehr nicht .
Antworten
Lesanto:

läuft

 
27.02.26 13:27
doch wunderbar seit ein paar Tagen. Aktuell schon über 68Euro . Bin sehr zufrieden mit meinem Einstieg(EK 61,66)
Antworten
Lesanto:

CEO Wechsel

 
27.02.26 13:30
Stacey Caywood übernimmt CEO-Posten bei Wolters Kluwer und folgt auf Nancy McKinstry
Freitag, 27.02.2026 12:31
Quelle: reuters.com
Wolters Kluwer NV hat einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekanntgegeben: Stacey Caywood hat offiziell die Position der CEO übernommen und folgt damit auf Nancy McKinstry. Ann Ziegler bleibt Vorsitzende des Aufsichtsrats. Caywood setzt in ihrer Agenda auf den Ausbau von KI über das Portfolio, Partnerschaften und die Stärkung der kommerziellen Fähigkeiten.
Antworten
MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
01.03.26 16:11

Aktie im Fokus: Wolters Kluwer mit über 100% Kurspotenzial


Die Wolters Kluwer N.V. Aktie lief mal richtig gut. Bis 2025 ging es hoch bis auf über 160 Euro. Doch dann brach die Aktie um über 50% ein. Doch jetzt könnte es wieder gen Norden gehen. Zumindest erwarten dies die Barclays-Analysten:

Antworten
MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
01.03.26 16:14
Hm.... rein technisch da ranzugehen, ist mir ehrlich gesagt zu dünn. Ich halte meine Stücke, warte Bodenbildung ab und verfolge lieber weiter (profundere) Nachrichten zu Wolters, als mich von sowas beeinflussen zu lassen.  
Antworten
MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
02.03.26 23:23

Heute kam Post vom Broker

Angehängte Datei: screenshot.pdf
Antworten
czP10:

???

 
03.03.26 00:02
Was, wie, wo
Antworten
MrTrillion3:

@czP10 - steht in der angehängten PDF-Datei

 
03.03.26 23:31
Antworten
Lesanto:

Dividende

 
05.03.26 05:23
Teil 1 - 1,59
Ex Tag 25.05
Zahltag 17.06
Antworten
MrTrillion3:

NL0000395903 - Wolters Kluwer

 
11.04.26 19:46

Stand 11.4.2026 ist Wolters Kluwer für mich ein qualitativ starkes, defensives Informations- und Workflow-Softwarehaus, dessen Aktie nach dem heftigen Rücksetzer deutlich interessanter aussieht als noch vor einem Jahr. Der letzte von mir belastbar gefundene Kurs liegt bei 62,68 € vom 10. April 2026; am 11. April war Samstag. Operativ sitzt das Unternehmen weiter in sehr robusten Nischen: Healthcare, Tax & Accounting, Financial & Corporate Compliance, Legal & Regulatory sowie Corporate Performance & ESG. (MarketScreener)

Das Entscheidende am Geschäftsmodell ist nicht „Content“ im alten Verlags-Sinn, sondern eingebettete Fachsoftware, Daten, regulatorische Inhalte und Workflow-Integration. 2025 kamen 5,11 Mrd. € von 6,125 Mrd. € Umsatz aus wiederkehrenden Erlösen, also gut 83%. Digitale und Service-Subscriptions lagen bei 4,7 Mrd. €, Expert Solutions bei 59% des Umsatzes, und Cloud-Software machte 21% des Konzernumsatzes aus und wuchs organisch um 15%. Zugleich sagt das Unternehmen, dass inzwischen rund 70% der digitalen Umsätze aus AI-gestützten Lösungen stammen. Genau das ist der Kern des Investment Case: hohe Wiederkehr, tiefe Einbindung in Kundenprozesse und laufende Migration in wertigere Software- und Plattformumsätze.

Die 2025er Zahlen waren dafür klar stark. Der Umsatz stieg auf 6,125 Mrd. €, organisch um 6%. Der bereinigte operative Gewinn lag bei 1,687 Mrd. €, die bereinigte operative Marge bei 27,5%, der bereinigte Gewinn bei 1,225 Mrd. €, das verwässerte bereinigte EPS bei 5,29 € und der bereinigte Free Cashflow bei 1,348 Mrd. €. Der ROIC lag bei 18,0%, die Verschuldung bei 2,0x Net Debt/EBITDA. Über fünf Jahre sieht man zudem ein sehr sauberes Bild: Umsatz, Marge, Gewinn, Free Cashflow und Kapitalrendite sind sämtlich gestiegen.

Innerhalb des Portfolios sind vor allem Tax & Accounting und Health die Qualitätsanker. Tax & Accounting wuchs 2025 organisch um 7% bei 35,2% bereinigter Marge; Health um 5% bei 32,1% Marge. Financial & Corporate Compliance wuchs nur 3%, hielt aber ebenfalls starke 35,2% Marge. Legal & Regulatory wuchs organisch um 5%; die Marge von 18,2% ist deutlich niedriger, bleibt aber ordentlich. Der Schwachpunkt ist derzeit Corporate Performance & ESG: 7% organisches Wachstum, aber nur 7,5% Marge. Für mich heißt das: Das Unternehmen hat mehrere sehr gute Kerngeschäfte, aber nicht jede Sparte ist gleich attraktiv. Die besten Teile sind klar die workflow-nahen, cloudigen, regulierungsgetriebenen Bereiche.

Die Kapitalallokation ist weiter aktionärsfreundlich und diszipliniert. Wolters Kluwer verfolgt offiziell eine progressive Dividendenpolitik; für das Geschäftsjahr 2025 sollen insgesamt 2,52 € je Aktie ausgeschüttet werden, plus 8% gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich läuft 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 500 Mio. €. Gleichzeitig peilt das Unternehmen eine Zielverschuldung von 1,5x bis 2,5x an. Das ist genau die Art von Kapitaldisziplin, die ich bei einem Qualitätscompounder sehen will: investieren, zukaufen, Dividende erhöhen, Aktien zurückkaufen, aber nicht mit ausufernder Bilanz.

Kurzfristig ist die Story ziemlich klar. Für 2026 guidet das Management auf rund 28,0% bereinigte operative Marge, 1,30 bis 1,35 Mrd. € bereinigten Free Cashflow, 18–19% ROIC und ein verwässertes bereinigtes EPS-Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig wird die Produktentwicklung auf 12–13% des Umsatzes erhöht, um die AI-Strategie zu beschleunigen. Das ist wichtig: Wolters Kluwer versucht nicht, AI aus der Defensive heraus zu verwalten, sondern erhöht bewusst die Investitionen und will trotzdem die Marge weiter steigern. Der nächste harte Prüfstein ist das Q1-Update am 6. Mai 2026. Solange diese Guidance steht, ist die operative These intakt. (wolterskluwer.com)

Zur Aktie selbst: Auf Basis des Schlusskurses von 62,68 € und der 226,2 Mio. ausstehenden Aktien per Ende 2025 liegt der Börsenwert grob bei 14,2 Mrd. €. Daraus ergeben sich auf 2025er Zahlen ungefähr ein bereinigtes KGV von 11,8, ein IFRS-KGV von 11,1, eine Dividendenrendite von rund 4,0% auf die vorgeschlagene 2025er Ausschüttung und ein grobes EV/Free-Cashflow-Multiple von 13,5. Für ein Unternehmen mit 6% organischem Wachstum, 27,5% Marge, 18% ROIC und hohem Wiederkehrumsatz ist das nach meinem Urteil nicht teuer, sondern eher attraktiv. Die Aktie ist heute viel näher an vernünftiger Bewertung als an Euphorie. (MarketScreener)

Kursziele: Der veröffentlichte Analystenkonsens bei MarketScreener liegt bei 111,04 €, mit einer Spanne von 73 € bis 160 € und einer mittleren Einstufung „Buy“ von 14 Analysten. Ich würde mich daran aber nicht festbeißen. Nach so einer starken Neubewertung reagieren Konsensziele oft träge und sind eher ein Stimmungsindikator als eine saubere Entscheidungsgrundlage. Wichtiger ist für mich, ob Wolters Kluwer die 2026er Guidance bestätigt und ob die höheren AI-Investitionen tatsächlich zu höherer Produktivität, Preissetzung und Kundenbindung führen. (MarketScreener)

Die Risiken sind real und man sollte sie nicht weichzeichnen. Erstens: AI kann die ökonomischen Schutzwälle dieser Branche schmälern. Morningstar hat Wolters Kluwer im März 2026 gerade deshalb von „wide moat“ auf „narrow moat“ abgestuft. Zweitens: Der Sektor wurde Anfang 2026 breit verkauft, weil Investoren fürchteten, dass generative AI Teile des klassischen Software-, Daten- und Informationsgeschäfts angreifen könnte. Drittens: Wolters Kluwer ist währungsabhängig; rund 65% von Umsatz und bereinigtem operativem Gewinn kommen aus Nordamerika, und laut Unternehmen bewegt schon ein US-Cent beim durchschnittlichen EUR/USD-Kurs das verwässerte bereinigte EPS um rund 4,5 Euro-Cent in die Gegenrichtung. Viertens: einzelne Einheiten sind zyklischer oder politischer als sie auf den ersten Blick wirken, etwa Corporate Services, Transaktionsgeschäft oder ESG-nahe Software. (Morningstar)

Trotzdem überwiegt für mich auf Sicht von 5 bis 15 Jahren die positive Seite. Die offizielle Strategie 2025–2027 setzt auf das Skalieren von Expert Solutions, schnelleres Wachstum und den Ausbau von Fähigkeiten; parallel hat Wolters Kluwer gerade ein eigenes AI Center of Excellence und die FAB-Plattform hervorgehoben, also eine interne Infrastruktur für modellagnostische, governance-fähige AI in den Produkten. Das ist der richtige Ansatz: nicht generische Chatbots, sondern verlässliche, domänenspezifische AI direkt in kritischen Workflows. Dazu kommt, dass mit Stacey Caywood seit Februar 2026 eine langjährige interne Führungskraft CEO ist. Das senkt das Nachfolgerisiko gegenüber einem externen Bruch. (wolterskluwer.com)

Mein Fazit ist daher klar: Wolters Kluwer ist kein spektakulärer Tenbagger-Kandidat, sondern ein qualitativ sehr gutes, planbares Compounder-Geschäft mit hoher Resilienz, solider Kapitalallokation und vernünftigen Langfristtreibern. Die operative Qualität ist hoch. Der Burggraben ist aus meiner Sicht weiter vorhanden, aber nicht mehr unangreifbar; die AI-Debatte ist der zentrale Punkt. Genau deshalb ist die Aktie nach dem Kursrutsch heute interessanter. Für einen konservativen Anleger mit 5–15 Jahren Horizont halte ich das Papier auf diesem Niveau eher für attraktiv als für überzogen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Wolters Kluwer ein gutes Unternehmen ist. Das ist es. Die entscheidende Frage ist, ob das Unternehmen seine Inhalte, Daten und Workflows schnell genug in echte AI-Produktivität übersetzt. Im Moment spricht mehr dafür als dagegen.

Autor: ChatGPT

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