Wochenausblick: 22.04.02 - 26.04.2002


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Wochenausblick: 22.04.02 - 26.04.2002

 
21.04.02 13:10
US-Ausblick: Berichtssaison nimmt positiven Verlauf
Die inzwischen voll angelaufene Berichtssaison für das erste Quartal 2002, deren Auftakt in der letzten Woche durch die Gewinnwarnung von IBM und durch neue Unsicherheiten hinsichtlich der Ertragsqualität bei General Electric zunächst misslungen war, scheint nun doch noch einen positiven Verlauf zu nehmen. Darauf deuten zumindest die Quartalsergebnisse von Unternehmen wie Texas Instruments, Bank of America, J.P. Morgan Chase, Intel oder General Motors hin, die entweder deutlich über den Erwartungen des Marktes lagen oder zumindest von überraschend positiven Kommentaren bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung begleitet wurden. Dem standen aber auch Enttäuschungen entgegen, wie zum Beispiel bei Boeing oder Pfizer, die beide die Erwartungen des Marktes deutlich verfehlten.

++ Gewinnwende noch im laufenden Quartal ++

Bis zum Ende dieser Woche werden 223 oder rund 45 Prozent der Unternehmen aus dem S&P-500-Universum ihre Ergebnisse für das erste Quartal des Jahres vorgelegt haben. Der Trend stimmt bislang sehr zuversichtlich. Nachdem schon im Vorfeld der Berichtssaison die Zahl der Gewinnwarnungen im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen rückläufig gewesen war, übertraf der überwiegende Teil der bisher vorgelegten Quartalsergebnisse die Prognosen.

++ Greenspan sieht Konjunkturerholung, kaum Preisgefahr ++

Weil dadurch die Erwartung gestützt wird, dass nach fünf aufeinander folgenden Quartalen stark rückläufiger US-Unternehmenserträge die Gewinnwende in dem laufenden Vierteljahr endgültig erreicht sein wird, erhielten die US-Aktienmärkte einen kräftigen Schub, der auch an den anderen Weltbörsen für positive Vorgaben sorgte.

In den Hintergrund geriet dadurch sogar die Rede von Notenbank-Chef Alan Greenspan, der erwartungsgemäß nur ein verhalten optimistisches Bild von der US-Konjunktur zeichnete und es somit vermied, neue Inflations- und Zinsängste zu wecken. Angesichts der jüngsten Preisdaten aus den Vereinigten Staaten besteht auch kein Anlass zur Besorgnis; die amerikanische Notenbank könnte die Leitzinsen auf Grund der moderaten Inflationsentwicklung sogar noch sehr viel länger auf dem derzeitigen Niedrigniveau halten, als es an den Finanzmärkten zurzeit erwartet wird.

++ S&P500 sollte erneut den Widerstand bei 1.160 testen ++

Der S&P-500-Index, der zurzeit noch immer in der gegen Ende des letzten Jahres aufgebauten Handelsspanne notiert, könnte bei einer anhaltend positiven Nachrichtenlage während der fortlaufenden Berichtssaison die Widerstandsmarke bei 1.160 Punkten schon bald ein weiteres Mal testen.

++ Freundliche Wochentendenz, Nahost-Risiken weiter akut ++

Die Experten erwarten auf Sicht der kommenden Woche eine schwankungsintensive Kursentwicklung, aber eine grundsätzlich freundliche Tendenz an den US-Aktienmärkten. Störeinflüsse durch die nicht berechenbare politische und militärische Entwicklung im Nahen Osten und daraus möglicherweise resultierende Schwankungen an den Rohölmärkten seien aber auch weiterhin nicht auszuschließen.

Quelle: instock.de
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Focus: Unsicherheit belastet die Aktienmärkte

 
21.04.02 13:14
Zurückhaltung heisst weiterhin die Devise bei den Anlegern. Noch steckt die Gewinnwarnung des weltgrößten Computerherstellers IBM in den Knochen und die Krise im Nahen Osten belastet weiterhin.

Unsicherheitsfaktoren wie der Krisenherd Nahost und der schwankende Ölpreis lähmen die Börse. Nach dem Sturz des Präsidenten von Venezuela am Freitag vergangener Woche gab der Preis für Rohöl allerdings spürbar nach. Die OPEC äußerte die Befürchtung, das südamerikanische Land werde seine Ölproduktion erhöhen, um damit das Nationaleinkommen zu steigern. Venezuela ist der viertgrößte Erdölproduzent der Welt.
Wenig Gutes kommt hingegen aus dem Nahen Osten, wo die israelische Armee unter Premier Scharon ihre Offensive im Westjordanland fortsetzen wird und auch die weltweiten Kapitalmärkte verunsichert.

Bei aller Politik bleibt wenig Zeit für harte Fakten, dabei ist die Saison für Quartalsberichte in Deutschland am Anlaufen: Am Donnerstag legt der Softwarekonzern SAP die Bilanz für die ersten drei Monate des Jahres vor.



Quelle: Focus.de / Ulf Heyden/uh


Unterdessen erreicht die Berichtssaison in den USA für das erste Quartal in der kommenden Woche bereits ihren Höhepunkt. Die Liste amerikanischer Unternehmen, die den Märkten ihre Quartalsergebnisse präsentieren werden, umfasst zahlreiche Schwergewichte, wie General Motors, Bank of America, Delta Airlines , Motorola und Mc Donald's: Insgesamt werden 180 im Sammelindex S&P 500 zusammengefasste Konzerne ihre Zahlen vorlegen.


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FTD: Respekt vor Quartalszahlen lähmt Märkte

 
21.04.02 13:20
Von S. Sachs, W. Trost,, F. Knauß und N. Liebert

Unternehmensergebnisse aus den USA und Europa werden diese Woche erneut das Interesse der Börsianer auf sich ziehen. Die Nervosität der Investoren dürfte folglich anhalten.

"Die Risiken nach unten sind größer als die Chancen nach oben", sagte Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen. Es gebe derzeit wenig Gründe, längerfristig in Aktien zu investieren. Zudem droht Gefahr von den laufenden Lohnverhandlungen in Deutschland.

In der vergangenen Woche stiegen die Indizes an allen wichtigen Börsenplätzen an. Der Dow Jones kletterte um 0,7 Prozent, der Nikkei 225 um 5,0 Prozent, der Dax um 1,8 Prozent, und der Stoxx 50 legte um 1,9 Prozent zu. Doch trotz dieser vergleichsweise positiven Bilanz sind Händler und Analysten für diese Woche nur moderat positiv gestimmt. "Ich glaube nicht, dass wir eine große Trendwende erleben - der Aktienmarkt ist in einer Seitwärtsbewegung gefangen", sagte Klaus Schlote, Aktienstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.

Gewinnerwartungen zu hoch

Schlotes Einschätzung nach sind die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr immer noch zu hoch. Die Marktteilnehmer werden vor allem auf den mittel- und langfristigen Ausblick achten, den die Firmen geben. Der französische Chipproduzent STMicroelectronics veröffentlicht am Montag seine Quartalszahlen. Dienstag folgt der deutsche Chiphersteller Infineon, und am Donnerstag präsentiert die Muttergesellschaft Siemens ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal. Die Chemie- und Pharmakonzerne Bayer und Schering berichten am Freitag über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Die Analysten von Julius Bär glauben nicht, dass sich die beiden Unternehmen vom negativen Branchentrend absetzen werden.

Die Deutsche Telekom legt Montag ihren Jahresabschluss vor. Zwar sind die Eckdaten bereits bekannt, doch erhoffen sich die Analysten einen detaillierten Einblick in den Geschäftsverlauf. Außerdem laden Beiersdorf, Fraport (beide Dienstag), die Deutsche Lufthansa und Preussag (beide Donnerstag) zur Bilanzpressekonferenz ein.

Aus der Versicherungsbranche berichten die Mannheimer (Mittwoch) und die Hannover Re (Donnerstag) über das Geschäftsjahr 2001. Hier wird vor allem das erwartete Prämienwachstum für 2002 von großem Interesse sein, da die Gewinne von den Ereignissen des 11. September negativ beeinflusst sein dürften.

US-Schwergewichte berichten

Auch an der Wall Street bleibt die Unsicherheit groß. "Wenn die Kurse aus der derzeitigen Spanne ausbrechen sollen, dann müssen den jüngsten positiven Konjunkturnachrichten ein schnellerer Anstieg der Unternehmensgewinne folgen und die Zinsen niedrig bleiben", sagte Steve Young von Banc of America Capital Management.

Ob die Unternehmensgewinne steigen, werden in dieser Woche unter anderem die Chemiefirmen DuPont und Monsanto, die Pharmakonzerne Pharmacia, Wyeth und Bristol-Myers Squibb zeigen. Im Technologiesektor veröffentlichen mehrere Halbleiterhersteller ihre Quartalsbilanzen, beispielsweise Altera, Applied Micro Circuits und LSI Logic. Aus dem Telekommunikationssektor stehen AT&T, Worldcom, Verizon, Qualcomm, Lucent, Corning und JDS Uniphase auf der Agenda.

Von den 30 Dow-Jones-Werten werden außer DuPont und AT&T auch noch Eastman Kodak, der Mischkonzern 3M, Exxon und Walt Disney die Ergebnisse des ersten Quartals veröffentlichen. Außerhalb des Dows kommen noch die Medienkonzerne AOL Time Warner und Viacom, der Mischkonzern Tyco International, der Internethändler Amazon.com sowie der angeschlagene Kopiererhersteller Xerox dazu.

Die Unternehmensergebnisse stehen vor allem deshalb im Vordergrund, weil diese Woche nur wenige nach vorne gerichtete Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda stehen. Am Mittwoch werden die Aufträge für langlebige Konsumgüter im März veröffentlicht, am Donnerstag der Lohnkostenindex und am Freitag die vorläufige Berechnung des Bruttoinlandsprodukts, beide für das erste Quartal. Ebenfalls am Freitag gibt die Universität von Michigan ihren Index für das Verbrauchervertrauen im April bekannt.

Inflationszahlen in Europa

In der Euro-Zone stehen vor allem neue Inflationszahlen im Blickpunkt. Montag werden die vorläufigen April-Daten aus den zwölf größten italienischen Städten veröffentlicht. In Deutschland erwarten Volkswirte die vorläufigen Verbraucherpreise aus den Bundesländern für April. Trotz der seit Jahresbeginn stark gestiegenen Ölpreise rechnen die meisten von ihnen mit einer unveränderten Inflationsrate.

Am Bondmarkt bewerten die Investoren den Einfluss der gestiegenen Ölpreise allerdings pessimistischer. In der vergangenen Woche sind die Renditen beiderseits des Atlantiks angestiegen. Diese Woche erwarten Analysten eine leichte Erholung. Die Ernüchternden Worte von US-Notenbankchef Alan Greenspan vergangene Woche und die nachlassende Furcht vor baldigen Zinserhöhungen dürften den Markt diese Woche unterstützen, nachdem sie in der vergangenen Woche ignoriert wurden.

Bleibt der Dollar schwach?

Am Devisenmarkt geriet der Dollar in der vergangenen Woche kräftig unter Druck. Viele Devisenstrategen erwarten, dass sich die breit angelegte Dollar-Schwäche auch in dieser Woche fortsetzen wird. Händler stellen sich vermehrt die Frage, ob damit das lang erwartete Ende des starken Dollar eingeläutet wurde oder ob es sich wieder nur um eine kurze Durststrecke der US-Währung handelt. Da viele Analysten seit der Euro-Einführung immer wieder mit der Prognose einer nachhaltigen Dollar-Schwäche auf dem falschen Fuß erwischt wurden, halten sie sich dieses Mal zurück.

Kurzfristig besteht für den Euro die Gefahr, dass die Lohnverhandlungen in Deutschland die Einheitswährung belasten. Und auch beim Yen sind sich fast alle Devisenstrategen einig, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die japanische Währung wieder auf Talfahrt begibt. Viele prognostizieren, dass sich der Dollar in den nächsten Monaten von derzeit rund 130 auf 135 Yen verteuert.



© 2002 Financial Times Deutschland
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wiwo: Dax im Bann von neuen Zahlen

 
21.04.02 13:23
In der kommenden Woche werden wieder eine ganze Reihe von Unternehmen ihre Quartalszahlen melden. Auch wichtige Konjunktur-Meldungen werden den deutschen Aktienmarkt bewegen. Die Dax-Prognosen bewegen sich in engen Spannen. Auf mittelfristige Sicht hat sich das Stimmungsbild gebessert.

rtr/ vwd FRANKFURT/M. Nach einem verhaltenen Beginn hat die Berichtssaison in den USA einen positiven Verlauf genommen. Die durch steigende Ölpreise und Zinsängste vertriebene Hoffnung auf eine Fortsetzung der fundamentalen Besserungs-Tendenzen ist in der vergangenen Woche auch an die Aktienmärkte der Euro-Zone zurückgekehrt. Beim Dax hat sich mit dem Überwinden des Widerstandes bei 5250 Punkten die techische Situation gebessert. Im Wochenverlauf wurde sogar der Bereich 5350 Zähler getestet. An der der Marke von 5300 Punkten wird sich der Index Anfang kommender Woche versuchen müssen.

Die meisten Börsianer erwarten insgesamt jedoch eine seitwärts- oder leicht abwärtsgerichtete Tendenz. Die Quartalszahlen der Unternehmen werden erneut im Blickpunkt der Anleger stehen. „Sollten die Unternehmenszahlen so enttäuschend ausfallen wie in den letzten Tagen, kann es auch noch weiter runter gehen“, sagte ein Händler.

Besonders große Aufmerksamkeit erhielten zuletzt die Quartalsberichte der international bedeutenden Technologie-Unternehmen: Bei allen Unterschieden und manchen Enttäuschungen kristallisiert sich als Tendenz heraus, dass diese Unternehmen den Tiefpunkt ihrer Geschäftsentwicklung inzwischen überwunden haben. Philips beispielsweise ist bereits im ersten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt, Intel meldete den ersten Erlös-Anstieg seit fünf Quartalen und selbst die mit großer Enttäuschung aufgenommene Herabsetzung der Umsatzprognose von Nokia beinhaltet immer noch einen Umsatzanstieg für das laufende Jahr um vier bis neun Prozent.

Quartalszahlen werden ab Montag unter anderem von Ericsson, Infineon, DaimlerChrysler, Siemens und Schering erwartet. Anlegerinteresse dürften auch Konjunkturdaten wie der Ifo-Geschäftsklima-Index und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan auf sich ziehen.

Erfreuliche Unternehmensergebnisse hatten dem Deutschen Aktienindex (Dax) zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche noch Kursgewinne von bis zu mehr als drei Prozent beschert. Eine gesenkte Umsatzprognose des Handyherstellers Nokia sowie enttäuschende Geschäftsausblicke der Technologie-Konzerne Microsoft und Nortel hatten dann ab Mittwoch vor allem im Technologie-Sektor die Stimmung eingetrübt und den Gesamtmarkt um mehr als ein Prozent nachgeben lassen. Am Freitag schwankte das wichtigste deutsche Börsenbarometer im Verlauf um 5250 Punkten.

„So uneinheitlich wie die letzten vierzehn Tage gewesen sind, könnten auch die kommenden Wochen werden“, prognostizieren die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Es fehlten positive Unternehmensnachrichten, die eine psychologische Wende bei den Investoren herbeiführen könnten. Der Dax dürfte sich nach Einschätzung von Alfred Kaiser, Analyst beim Bankhaus Nols, in der kommenden Woche in einer Handelsspanne zwischen 5100 und 5350 Punkten bewegen. „Der Test der 200-Tage-Linie, die bei 5070 Zählern verläuft, ist nicht ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Mittelfristig rechnen die Experten mit einer länger anhaltenden, durch Ertragshoffnungen angetriebenen Aufwärtsentwicklung an den Aktienmärkten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Konfliktherde des Nahen und Mittleren Ostens begrenzt bleiben und nicht zu einem weiteren, dauerhaften Ölpreisanstieg oder gar zu einer ernsten Störung des Welthandels führen.

Von der Geldpolitik ist noch keine größere Belastung für die Aktienkurse zu erwarten, da sich auf Grund der noch niedrigen Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft und eines eher moderat verlaufenden Konjunktur-Aufschwungs kein konjunkturbedingter Inflationsdruck abzeichnet. In diesem Sinn hat die jüngste Greenspan-Rede Sorgen vor baldigen Zinserhöhungen gedämpft.

Weitere Quartalsergebnisse werden für Spannung sorgen

Marktteilnehmer erhoffen sich von in der kommenden Woche zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsergebnissen Aufschluss darüber, ob eine Besserung der Unternehmenslage in Sicht sei. „Am Montag kommt Ericsson und nachdem Nokia schon enttäuscht hat, bergen die Zahlen auch nochmal Gefahr in sich“, sagte Kaiser. „Sollten sie schwächer ausfallen, dürfte das den Markt noch weiter drücken.“

Bei einem enttäuschenden Ergebnis dürften dann auch die Aktien von Siemens unter Druck geraten. Das Münchener Unternehmen wird voraussichtlich am Donnerstag selber Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. „Die Zahlen dürften nicht so gut ausfallen“, sagte ein Händler. „Ich wüsste nicht, mit was die in letzter Zeit Geld verdient haben sollten.“

Für Marktbewegung dürfte auch das Geschäftsergebnis zum zweiten Quartal von Infineon sorgen. Von Reuters befragte Analysten erwarten ein im Vergleich zum ersten Quartal deutlich gestiegenes Ergebnis. „Ganz wichtig werden auch die Zahlen von DaimlerChrysler werden, da die Absatzzahlen für Autos im ersten Quartal nicht so toll waren“, sagte ein Händler. Der Autobauer will am Donnerstag Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen.

Der Berliner Pharmakonzern Schering wird voraussichtlich am Freitag über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals berichten. „Bei dem Unternehmen haben die Investoren eine sehr hohe Erwartungshaltung“, sagte Analyst Kaiser. „Sollten die Zahlen etwas schlechter ausfallen, könnte die Enttäuschung sehr groß werden.“ Hinzu kommen Quartalsergebnisse einiger MDax-Werte wie Stada, Fraport, Kamps, Buderus, Vossloh, Zapf, Merck und Software AG.

Ifo-Index, Frühjahrs-Gutachten und US-Verbrauchervertrauen im Fokus

Einige Händler gehen davon aus, dass sich die Investoren bis zur Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag weitgehend mit Engagements zurückhalten werden. Analyst Kaiser erwartet, dass der Ifo-Index unverändert bis etwas schwächer ausfallen und damit Druck auf die Märkte ausüben könnte. Am Freitag könnte die Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsprodukts und des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan für die weitere Marktentwicklung entscheidend sein, sagten Marktteilnehmer.

Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Erholung in diesem Jahr werden in der kommenden Woche auch die neusten Konjunktur-Erwartungen im Mittelpunkt stehen, wenn die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute am Dienstag in Berlin ihr „Frühjahrs-Gutachten“ vorlegen. Mit Spannung wird erwartet, wie optimistisch die Aussagen der Instituts-Experten zu den entscheidenden konjunkturpolitischen Themen bei der Pressekonferenz am Dienstag-Vormittag ausfallen. Die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlands-Produkts (BIP) dürfte sich nach allgemeiner Erwartung nicht deutlich von den jüngsten Aussagen unterscheiden, die einzelne Institute gemacht haben.

Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bewegten sich dabei in einer Spanne von 0,8 Prozent bis 1,2 Prozent. In ihrem vorausgegangenen Herbstgutachten hatten die Institute gemeinsam noch eine BIP-Steigerung um 1,3 Prozent für 2002 vorhergesagt. Die einzelnen Institute waren im Anschluss jedoch in ihren eigenen Prognosen stets unter dieser Zahl geblieben.

Erst am Donnerstag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 0,9 Prozent von 0,7 Prozent angehoben und für 2003 ein BIP-Plus von 2,7 Prozent vorhergesagt. Vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde hingegen im Vorfeld des Institutsgutachtens signalisiert, dass die eigene Prognose zunächst aufrecht erhalten werden soll. Der Wirtschaftsweise Jürgen Kromphardt sagte zu vwd, es sei verfrüht, die Wachstumsprognose 2002 des Sachverständigenrates von 0,7 Prozent für Deutschland nach oben zu korrigieren. Kromphardt schloss jedoch eine Revision in nächster Zeit keinesfalls aus. Er riet jedoch dazu, die weitere wirtschaftliche Entwicklung noch zu beobachten.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hielt ungeachtet der Aufwärtsrevision durch den IWF für 2002 seine zu Jahresbeginn ausgesprochene niedrigere Erwartung ebenfalls aufrecht. Der DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke sagte zu vwd, er sehe Deutschland „derzeit noch nicht im Aufschwung“. Er warnte vor Prognosen über der Marke von einem Prozent BIP-Wachstum für 2002.


Quelle: wiwo.de
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Handelsblatt: Neue Zahlen könnten Dax aufs Gemüt s

 
21.04.02 13:29
Neue Zahlen könnten Dax aufs Gemüt schlagen


In der kommenden Woche werden wieder eine ganze Reihe von Unternehmen ihre Quartalszahlen melden. Auch wichtige Konjunktur-Meldungen werden den deutschen Aktienmarkt bewegen. Die Dax-Prognosen bewegen sich in engen Spannen. Auf mittelfristige Sicht hat sich das Stimmungsbild gebessert.

rtr/ vwd FRANKFURT/M. Nach einem verhaltenen Beginn hat die Berichtssaison in den USA einen positiven Verlauf genommen. Die durch steigende Ölpreise und Zinsängste vertriebene Hoffnung auf eine Fortsetzung der fundamentalen Besserungs-Tendenzen ist in der vergangenen Woche auch an die Aktienmärkte der Euro-Zone zurückgekehrt. Beim Dax hat sich mit dem Überwinden des Widerstandes bei 5250 Punkten die techische Situation gebessert. Im Wochenverlauf wurde sogar der Bereich 5 350 Zähler getestet. An der der Marke von 5 300 Punkten wird sich der Index Anfang kommender Woche versuchen müssen.

Die meisten Börsianer erwarten insgesamt jedoch eine seitwärts- oder leicht abwärtsgerichtete Tendenz. Die Quartalszahlen der Unternehmen werden erneut im Blickpunkt der Anleger stehen. „Sollten die Unternehmenszahlen so enttäuschend ausfallen wie in den letzten Tagen, kann es auch noch weiter runter gehen“, sagte ein Händler.

Besonders große Aufmerksamkeit erhielten zuletzt die Quartalsberichte der international bedeutenden Technologie-Unternehmen: Bei allen Unterschieden und manchen Enttäuschungen kristallisiert sich als Tendenz heraus, dass diese Unternehmen den Tiefpunkt ihrer Geschäftsentwicklung inzwischen überwunden haben. Philips beispielsweise ist bereits im ersten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt, Intel meldete den ersten Erlös-Anstieg seit fünf Quartalen und selbst die mit großer Enttäuschung aufgenommene Herabsetzung der Umsatzprognose von Nokia beinhaltet immer noch einen Umsatzanstieg für das laufende Jahr um vier bis neun Prozent.

Quartalszahlen werden ab Montag unter anderem von Ericsson, Infineon, DaimlerChrysler, Siemens und Schering erwartet. Anlegerinteresse dürften auch Konjunkturdaten wie der Ifo-Geschäftsklima-Index und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan auf sich ziehen.

Erfreuliche Unternehmensergebnisse hatten dem Dax zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche noch Kursgewinne von bis zu mehr als drei Prozent beschert. Eine gesenkte Umsatzprognose des Handyherstellers Nokia sowie enttäuschende Geschäftsausblicke der Technologie-Konzerne Microsoft und Nortel hatten dann ab Mittwoch vor allem im Technologie-Sektor die Stimmung eingetrübt und den Gesamtmarkt um mehr als ein Prozent nachgeben lassen. Am Freitag schwankte das wichtigste deutsche Börsenbarometer im Verlauf um 5 250 Punkten.

„So uneinheitlich wie die letzten vierzehn Tage gewesen sind, könnten auch die kommenden Wochen werden“, prognostizieren die Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Es fehlten positive Unternehmensnachrichten, die eine psychologische Wende bei den Investoren herbeiführen könnten. Der Dax dürfte sich nach Einschätzung von Alfred Kaiser, Analyst beim Bankhaus Nols, in der kommenden Woche in einer Handelsspanne zwischen 5 100 und 5 350 Punkten bewegen. „Der Test der 200-Tage-Linie, die bei 5 070 Zählern verläuft, ist nicht ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Mittelfristig rechnen die Experten mit einer länger anhaltenden, durch Ertragshoffnungen angetriebenen Aufwärtsentwicklung an den Aktienmärkten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Konfliktherde des Nahen und Mittleren Ostens begrenzt bleiben und nicht zu einem weiteren, dauerhaften Ölpreisanstieg oder gar zu einer ernsten Störung des Welthandels führen.

Von der Geldpolitik ist noch keine größere Belastung für die Aktienkurse zu erwarten, da sich auf Grund der noch niedrigen Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft und eines eher moderat verlaufenden Konjunktur-Aufschwungs kein konjunkturbedingter Inflationsdruck abzeichnet. In diesem Sinn hat die jüngste Greenspan-Rede Sorgen vor baldigen Zinserhöhungen gedämpft.

Weitere Quartalsergebnisse werden für Spannung sorgen

Marktteilnehmer erhoffen sich von in der kommenden Woche zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsergebnissen Aufschluss darüber, ob eine Besserung der Unternehmenslage in Sicht sei. „Am Montag kommt Ericsson und nachdem Nokia schon enttäuscht hat, bergen die Zahlen auch nochmal Gefahr in sich“, sagte Kaiser. „Sollten sie schwächer ausfallen, dürfte das den Markt noch weiter drücken.“

Bei einem enttäuschenden Ergebnis dürften dann auch die Aktien von Siemens unter Druck geraten. Das Münchener Unternehmen wird voraussichtlich am Donnerstag selber Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. „Die Zahlen dürften nicht so gut ausfallen“, sagte ein Händler. „Ich wüsste nicht, mit was die in letzter Zeit Geld verdient haben sollten.“

Für Marktbewegung dürfte auch das Geschäftsergebnis zum zweiten Quartal von Infineon sorgen. Von Reuters befragte Analysten erwarten ein im Vergleich zum ersten Quartal deutlich gestiegenes Ergebnis. „Ganz wichtig werden auch die Zahlen von DaimlerChrysler werden, da die Absatzzahlen für Autos im ersten Quartal nicht so toll waren“, sagte ein Händler. Der Autobauer will am Donnerstag Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen.

Der Berliner Pharmakonzern Schering wird voraussichtlich am Freitag über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals berichten. „Bei dem Unternehmen haben die Investoren eine sehr hohe Erwartungshaltung“, sagte Analyst Kaiser. „Sollten die Zahlen etwas schlechter ausfallen, könnte die Enttäuschung sehr groß werden.“ Hinzu kommen Quartalsergebnisse einiger MDax-Werte wie Stada, Fraport, Kamps, Buderus, Vossloh, Zapf, Merck und Software AG.

Ifo-Index, Frühjahrs-Gutachten und US-Verbrauchervertrauen im Fokus

Einige Händler gehen davon aus, dass sich die Investoren bis zur Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag weitgehend mit Engagements zurückhalten werden. Analyst Kaiser erwartet, dass der Ifo-Index unverändert bis etwas schwächer ausfallen und damit Druck auf die Märkte ausüben könnte. Am Freitag könnte die Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsprodukts und des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan für die weitere Marktentwicklung entscheidend sein, sagten Marktteilnehmer.

Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Erholung in diesem Jahr werden in der kommenden Woche auch die neusten Konjunktur-Erwartungen im Mittelpunkt stehen, wenn die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute am Dienstag in Berlin ihr „Frühjahrs-Gutachten“ vorlegen. Mit Spannung wird erwartet, wie optimistisch die Aussagen der Instituts-Experten zu den entscheidenden konjunkturpolitischen Themen bei der Pressekonferenz am Dienstag-Vormittag ausfallen. Die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlands-Produkts (BIP) dürfte sich nach allgemeiner Erwartung nicht deutlich von den jüngsten Aussagen unterscheiden, die einzelne Institute gemacht haben.

Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bewegten sich dabei in einer Spanne von 0,8 Prozent bis 1,2 Prozent. In ihrem vorausgegangenen Herbstgutachten hatten die Institute gemeinsam noch eine BIP-Steigerung um 1,3 Prozent für 2002 vorhergesagt. Die einzelnen Institute waren im Anschluss jedoch in ihren eigenen Prognosen stets unter dieser Zahl geblieben.

Erst am Donnerstag hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 0,9 Prozent von 0,7 Prozent angehoben und für 2003 ein BIP-Plus von 2,7 Prozent vorhergesagt. Vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde hingegen im Vorfeld des Institutsgutachtens signalisiert, dass die eigene Prognose zunächst aufrecht erhalten werden soll. Der Wirtschaftsweise Jürgen Kromphardt sagte zu vwd, es sei verfrüht, die Wachstumsprognose 2002 des Sachverständigenrates von 0,7 Prozent für Deutschland nach oben zu korrigieren. Kromphardt schloss jedoch eine Revision in nächster Zeit keinesfalls aus. Er riet jedoch dazu, die weitere wirtschaftliche Entwicklung noch zu beobachten.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hielt ungeachtet der Aufwärtsrevision durch den IWF für 2002 seine zu Jahresbeginn ausgesprochene niedrigere Erwartung ebenfalls aufrecht. Der DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke sagte, er sehe Deutschland „derzeit noch nicht im Aufschwung“. Er warnte vor Prognosen über der Marke von einem Prozent BIP-Wachstum für 2002.

Quelle: Handelsblatt.de
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