Ich gebe dir in vielen Punkten Recht. Aber Politiker sollten zumindest halbwegs glaubwürdig sein und sachlich ihre Sache vertreten, ohne andere andauernd anzugreifen. Vor der letzten BTW hatte die Regierung durch ihre nicht nur völlig unsinnigen, sondern ebenso überzogenen wie undemokratischen und z. T. grundgesetzwidrigen sog. Corona-Maßnahmen jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Leider gabe es hierzu nie eine politische "Aufarbeitung". All dies hat die AfD "stark" gemacht, insbesondere die Tatsache, dass der Volkswille vorsätzlich übergangen wurde.
Diesmal ist es ähnlich: Warum gibt es bei zentralen Entscheidungen keine direkte Volksabstimmung? Weil die Politiker-Kaste allem Anschein nach Angst vor dem Wahlvolk hat.
Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft (neben höflichen Umgangsformen) und natürlich Kompromissfähigkeit sind für mich die erforderlichen persönlichen Eigenschaften, um ein politisches Amt zu übernehmen. All dies vermisse ich bei eigentlich allen im BT.
Aus meiner Sicht gibt es eigentlich bei jeder der Pateien Punkte, die zur Nicht-Wählbarkeit führen:
SPD:
Sie hatten die Regierung übernommen und waren für 4 Jahre gewählt. Anstatt nach dem FDP-Abschied eine Minerheitsregierung zu führen, flüchten sie aus der von Ihnen übernommenen Verantwortung und machen einfach mal so Neuwahlen. Das ist für mich nichts anderes als Arbeitsverweigerung und gehört fristlos entlassen.
FDP:
Ist für das Ende der Regierung verantwortlich und hat damit gezeigt, dass sie gerade nicht in der Lage sind, ihre Aufgabe zu erfüllen. Also unwählbar, da sie quasi die Arbeit verweigert haben.
CDU:
Hat, statt ihre konstruktive Mitarbeit nach dem Koalitions-Ende anzubieten, ausschließlich auf Neuwahlen gesetzt. Wozu sollte man die CDU wählen, wenn sie schon vorher kundgetan hat, dass sie nicht kooperationsbereit ist?
Linke:
Sind für mich "Kommunisten" und Kommunismus ist zwar eine schöne Idee, funktioniert aber nachweislich leider nicht. Also ebenfalls nicht wählbar.
BSW:
Ist im wesentlichen das gleiche, wenngleich ich die S.W. für eine sehr intelligente Frau halte, die durchaus perönlich als Bundeskanzlerin geeignet wäre. Aber die von ihr vertretene politische Ideologie ist halt für mich nicht wählbar (vgl. Kommunismus).
Grüne:
Sind seit ihrem Abschied von der Friedenspolitik bzw. seit ihrer 180°-Wende (als ehemalige Friedenspartei) für mich nicht mehr wählbar - früher war ich deren Stamwähler. Sie haben übrigens auch rein gar nichts gegen die Corona-Politik gemacht, und dessen Folgen verspüren wir noch heute.
AfD:
Sind ziemlich offensichtlich rechtsradikal und haben absurde Vorstellungen von Europa. Sie sind aber - abgesehen von den Linken und BSW - die einzigen, die eine Beteiligung am Russland-Krieg beenden wollen.