Wirtschaftsminister Müller ruft Arbeitnehmer zur B


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Wirtschaftsminister Müller ruft Arbeitnehmer zur B

 
25.06.01 10:27
Wirtschaftsminister Müller ruft Arbeitnehmer zur Bescheidenheit auf

Für Bundeswirtschaftsminister Werner Müller steht fest: Deutschland ist weit entfernt von einer Rezession. Trotzdem warnt der Minister die Gewerkschaften vor zu hohen Forderungen - was diese gar nicht gern hören.

Müller (parteilos) sagte der "Bild"-Zeitung: "Das Gerede von einer Rezession ist Unsinn." Die Konjunktur durchlaufe zwar zurzeit eine Talsohle. Gegen Jahresende würden die Wachstumskräfte jedoch wieder deutlich anziehen. Die Chancen seien gut, das Wachstumsziel von zwei Prozent für 2001 zu erreichen.

Die derzeitige Wachstum liege so hoch wie im Schnitt der 90-er Jahre, sagte Müller, nämlich bei 1,4 Prozent. Damit bezog sich der Minister, wie ein Sprecher seines Ministeriums erläuterte, auf die Zuwachsrate im ersten Quartal 2001, nicht aber auf das erwartete Wachstum für das Gesamtjahr 2001.


Die Konjunkturaussichten für 2002 seien mit deutlich über zwei Prozent gut. Müller sagte, er gehe davon aus, dass die Teuerungsrate in der zweiten Jahreshälfte deutlich zurückgehen werde. Der Minister zeigte sich zudem optimistisch, dass die Zahl der Arbeitslosen wie von der Bundesregierung geplant im Herbst auf unter 3,5 Millionen sinkt. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute und Experten hatten ihre Wachstumsprognosen für 2001 kürzlich auf Werte zwischen 1,3 und 1,7 Prozent gesenkt. Die Regierung erwartet ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent. Der aktuelle Zuwachs sei allerdings zu gering, sagte Müller. Deshalb müssten sich die Tarifparteien auf wachstumsorientierte, vernünftige Abschlüsse einigen.



Gewerkschaften wollen nicht bescheiden sein


Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer wies Müllers Forderung zurück und sagte: "Ich hätte es lieber gesehen, wenn Herr Müller einmal die Unternehmen an ihrer Verantwortung gepackt hätte." "In der Zukunft wollen die Arbeitnehmer mehr Lohnsteigerungen sehen. Sie waren in der Vergangenheit immer bereit, Zugeständnisse zu machen, wenn gleichzeitig Beschäftigungsförderung vorangebracht werden kann - aber das geht nicht ohne Mithilfe der Unternehmen. Ich glaube nicht, dass die Arbeitnehmer bereit sind, hier noch einmal Vorleistungen zu erbringen. Und zur Wachstumsförderung gehört auch Nachfrage."



CDU fordert Beschleunigung der Steuerreform


CDU-Chefin Angela Merkel warf der Bundesregierung vor, mit ihrer Wirtschaftspolitik der "ruhigen Hand" die deutsche Wirtschaft zu lähmen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) taktiere die Konjunktur in den Keller, sagte die CDU-Bundesvorsitzende der Hannoverschen "Neuen Presse". Die CDU will am Montag ein Sofortprogramm zur Ankurbelung der Konjunktur verabschieden. Darin wird unter anderem gefordert, dass die nächsten Entlastungsschritte der Steuerreform vorgezogen werden. Die mittelständische Wirtschaft, die für Arbeitsplätze und Wachstum im wesentlichen zuständig sei, müsse schneller entlastet werden, sagte Merkel. Schröder hatte staatliche Sondermaßnahmen zur Konjunkturbelebung abgelehnt.



© 2001 Reuters  
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flexo:

flexo ruft die Politik zu folgendem auf:

 
25.06.01 10:58
SCHNAUZE HALTEN - STEUERN UND SOZIALABGABEN SENKEN!

Flexo ruft die Politiker zur Bescheidenheit auf

Für Flexo steht fest: Deutschland ist weit entfernt von einer Rezession. Trotzdem warnt er die Politiker aller Parteien vor zu hohen Steuerforderungen - was diese gar nicht gern hören.

Flexo (parteilos) sagt: "Das Gerede von der Politik ist Unsinn." Die Konjunktur durchlaufe zwar zurzeit eine fette Talsohle. Gegen Jahresende würden die Wachstumskräfte immer noch nicht anziehen. Die Chancen seien gut, das die Belastungen der Arbeitnehmer bald 50% vom Bruttolohn übersteigen.

Die derzeitige Belastung liege so hoch wie noch nie, nämlich bei über 40% Prozent. Da allerdings der Aufbau Ost doch etwas teurer werde und die Ex-Politiker in den Aufsichtsräten und Vorstandssesseln von Behörden und halbstaatlichen Unternehmen noch einige Leichen im Keller haben (s. Berlin) sollte am besten der wertschöpfende Teil der Bevölkerung noch etwas abgeschöpfte werden.

© 2001 flexo
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tetsuo:

Tetsuo ruft Unternehmer zur Bescheidenheit auf

 
25.06.01 11:06
Auch wenn ich mich im Unternehmerlager schlechthin unmöglich mache:
Liebe Unternehmer, bei allem Respekt vor dem unternehmerischen
Risiko, dass ihr übrigends gemeinsam mit den Euch anvertrauten
Arbeitnehmern teilt:

Teilt endlich mal Eure Gewinne.

Warum ist Beteiligung immer noch ein Tabuthema.
Warum werden nicht tariflich feste Gewinnbeteiligungen zuzüglich
einem Grundgehalt vereinbart? Dies würde die risikobehaftete
Fixkosten senken, bei wirtschaftlichen Problemzeiten dem Unternehmer
noch Freiräume erlauben, die im momentanen System nur durch Entlassungen
oder Kurzarbeit gekontert werden könnte. In Gewinnzeiten, die ja auch
durch den Arbeitnehmer geschaffen wurden, könnte dann der Arbeitnehmer
für seine Verzichtsnahme bzw. Zurückhaltung entschädigt werden.

Warum der Widerstand dagegen?
Warum geht hierzulande nicht was in skandinavien schon zunehmend
und erfolgreich praktiziert wird?

Zugegeben, im Sinne von ShareHolder-Value
wäre dies eine Katastrophe, hier würde ja die Dividende der Kapitalgebenden
verschleudert, oder? Aber ich sage, keine Shareholder Value ohne
Stakeholdr Value.

Stoff zum Nachdenken also. Auch für Politiker. Erst denken, dann handeln.
Das amcht auch jeder erfolgreiche Unternehmer so.

:) Tetsuo
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