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...dass ich so bescheuert bin und in einer so exponierten Lage anfangen würde, Unfug zu verzapfen?
In München, in der zuständigen Abteilung, arbeitet eine der besten Staatsanwältinnen, die wir in Bayern haben, sie zählt zu den "mächtigsten Frauen Münchens". Ich schätze ihre Arbeit und denke, dass sie in diesem Fall nicht nur die Pressearbeit erledigt.
Nähere Auskünfte erhalte ich dort nicht, da ich keinen Presseausweis besitze. Ich könnte natürlich einen meiner Bekannten mit einem Presseausweis vorschicken, damit sie mal fragen, was es jetzt mit dem Ermittlungsverfahren auf sich hat, an dem schon fast ein Jahr gearbeitet wird. Aber ich vertraue durchaus in die Arbeit der Staatsanwaltschaft. Ich hoffe, dass sie im Zuge ihres Ermittlungsverfahrens auch die Vorwürfe von Zatarra genauer anschaut und sich insbesondere an das Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2010 erinnert sowie an die ein oder andere Geschichte, wegen der der ein oder andere durchaus mal im Münchner Osten unterwegs gewesen sein dürfte - und hoffentlich nicht in Daglfing abgefahren ist von der A94 sondern zwei Ausfahrten weiter, wo es womöglich mehr zu sehen gab (zu sehen gegeben hätte)...
Ich erinnere mal an den Sicherheitsreport der Polizei Bayern aus dem Jahr 2006, man lese aufmerksam die Seite 29.
Die Wire Card Technologies hat damals eine einstweilige Verfügung durchgesetzt, das war brav...
Immerhin ging es da u.a. auch um "Gewinnbriefe" mit Vorschußzahlungen - dagegen geht die US-Justiz ja derzeit vor, man denke an Pacnet...
Die US-Justiz interessiert sich dabei leider nur für Payment Processors aus den USA und da die deutschen Ermittlungsbehörden sich noch nie als besonders arbeitsfreudig in solchen Verfahren zeigten, steht zu befürchten, dass in den entsprechenden deutschen Verfahren wie gehabt Bewährungsstrafen gegen Geständnisse ausgedealt werden, ohne dass man sich das ganze Konstrukt näher anschaut. Dadurch lässt man einen Graubereich unberührt, in dem so mancher Zahlungsdienstleister sich pudelwohl fühlt. Vielleicht auch der IPSP, den Knöchelmann in Israel "repräsentiert" hat? Wer weiß... Ob man malö seinen Arbeitgeber von damals befragen sollte?
Oh ja! Mit Straub, Bosler und Schneider würde ich auch gerne ein Wörtchen reden... Denn sie haben 2008 und 2010 eine Aufarbeitung der Wirecardgeschichte(n) verhindert. Der Schaden, der dadurch entstanden ist, der ist natürlich nicht bezifferbar - aber in meiner kleinen Welt geht es nicht nur dauernd um Ziffern, sondern manchmal schlicht um die Wahrheit.
Wenn hier so gejammert wird, gehe ich ja fast davon aus, dass es sich für Sraub und Bosler gelohnt hat, was sie gemacht haben. Denn Du scheinst ja ernsthaft einen Schaden zu sehen, den sie angerichtet haben sollen. Ja wo denn? Ja was denn? 2008 gab es Fragen zur Bilanz, diese Fragen waren berechtigt, auch die DPR hat über Jahre hinweg kritische Fragen zur Bilanz gehabt. Also lag es doch wohl eher an den Bilanzen, dass es Probleme gab, nicht an Straub, Bosler oder Schneider. Und es lag an der schlechten Vorbereitung der SdK im Gerichtsverfahren um die Nichtigkeitsklage, dass nicht alles geklärt werden konnte, was 2008 betroffen hat (Stichwort: Knöchelmann/Buchholz-Deals)
2010 ist es noch eklatanter: Da gab es diese lächerliche Schmierenkomödie um die angebliche Schüttaussage. Jeder halbwegs informierte und halbwegs der Recherche mächtiger Beobachter hätte wissen MÜSSEN, dass es diese Aussage nicht gab, bzw. genauer, dass sie in keinem offiziellen Dokument zu lesen ist... Gomopa hat sich nicht kriminell verhalten, sondern eher unglaublich dumm (aus meiner Sicht der Dinge). So dumm, dass ich damals schon bezweifelt habe, ob wirklich alles so gelaufen ist...
Na, jedenfalls hat die Zurücknahme der angeblichen Schüttaussage als Impfung der Wirecard fgut funktioniert: all die anderen Fragen wurden einfach nicht mehr gestellt und ich weiß bis heute nicht, ob die Staatsanwaltschaft München das (wahrscheinlich aufggrund der angeblichen Aussage und nicht aufgrund der anderen Hinweise eröffnete) Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche nicht sofort eingestellt hat, als feststand, dass die Aussage nicht so in den Gerichtsdokumenten (bzw. in Naples News) stand. Dann hätte sie es versäumt, sich all die anderen kritischen Punkte anzuschauen. Das wäre nicht das Verschulden der Staatsanwaltschaft gewesen, sondern das Verschulden derer, die (mit ein klein wenig Engagement) graben hätten können nach Hinweisen, die auch ohne die Aussage des Herrn Schütt gedeutet werden konnten als Anfangsverdacht (wenn man es so sagen will).
Aber vielleicht war Gomopa einfach froh, aus der peinlichen Nummer rauszukommen, die USAG24-Betrugsseite hat durchgeatmet, nicht ins Visier gekommen zu sein - und die Vollidioten, die dieses (völlig unnötige) Gerücht in Umlauf brachten, hatten es nur auf den schnellen Reibach abgesehen und nicht auf eine Klärung.
Sowohl 2008 als auch 2010 haben die Leute im Hintergrund, also ein paar andere und ich, Zeter und Mordio geschrien ob des "Verrats ihrer Werte"... Aber sie schrien es in einem schallisolierten Raum, weil sie sich darauf verlassen haben, dass es genügend Leute gibt, die nch der Wahrheit suchen würden...
...wovon ich schreibe, dann solltest Du keinen solchen Unfug verzapfen - oder Du weißt nicht, wovon ich schreibe, dann solltest Du sowieso keinen solchen Unfug verzapfen. Der Gründer der Wirecard betreibt meines Wissens eine Suchmaschinenoptimierungsfirma in München. Da ich keine Suchmaschinenoptimnierungsfirma in München betreibe, bin ich nicht der Gründer.
Überhaupt: Räumst Du etwa ein, dass es womöglich einen "eigentlichen" Gründer gab, den man "irgendwie" losgeworden ist? Erzähl mal, das klingt ja spannend... Ich dachte immer, Markus Braun sei der Gründer der Firma... Und ich meine nicht Markus Semm. Der wurde ja ganz offiziell "entsorgt", kurz bevor die Firma dann von ihren Münchner Gründungseignern an die neuen Herren übergeben wurde...
Alternativlos, wie es damals hieß. Genauso wie kurz zuvor in Aschheim, trotz all der schönen Partner wie Eurokartensysteme, BS Card Services, KPMG oder der Citibank...
Wer den "Neuen Markt" erlebt hat und all die Dinge, die damals passiert sind, kann Dir vielleicht erklären, warum manchmal solche alten Geschichten interessant sein können, auch wenn sie "eigentlich" völlig irrelevant sind. Es mag Leute geben, die Ron Sommers Auftritte vergessen haben nach der dritten T-Tranche, aber... nicht alle. Manchen ist diese Zeit damals Mahnung und Warnung - und sie soll sich sicherlich nicht wiederholen für einige, oder? Also muß man eben sorgfältig hinschauen - nicht nur, weil man evtl. Geld verdienen möchte wie David Einhorn damals mit Allied oder andere - sondern weil man sein Geld in einen Wert investiert hat, der nicht unumstritten ist. Da sollte man die Gegenmeinungen durchaus ernst nehmen. Ich bestreite, dass dies hier viele machen - und meine Diskussionsbeiträge meine ich da nicht. Eher Morgan Stanley. Wachsam bleiben!
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