1. Meimsteph ist der Prozess egal. Ihr Ziel als überzeugte AfD-Anhängerin ist es, die Justiz zu verunglimpfen und Zweifel am Rechtsstaat zu säen. Kein Argument kann bei ihr deshalb zur Einsicht führen.
2. Leo hat wohl Verluste erlitten, ist tief frustriert und sinnt nach Gerechtigkeit und finanziellem Ausgleich. Es ist überzeugt davon, dass der deutsche Staat der Hauptschuldige ist und sucht ausschließlich nach Hinweisen, die seine Hirngespinste bestätigen. Stellt ständig dieselben Fragen, auch wenn man diese schon 10 mal beantwortet hat.
3. Jigajig (mit seinen zahlreichen Sub-Namen) ist hier der ausgewiesene Experte, der sich lange vor der Pleite mit Wirecard beschäftigt hat und einiges zur Aufklärung beitragen konnte.Ist auf der Suche nach der Wahrheit, die zu seinem Gram immer weniger Menschen interessiert. Verstrickt sich in seinem Detailwissen häufig in Nebensächlichkeiten, die für Einsteiger nicht nachvollziehbar sind. Als Idealist glaubt er immer noch, dass am Ende des Prozesses der Fall ausermittelt sein wird.
Diskussionen mit 1+2 ergeben mithin keinen Sinn, Fragen kann dir 3 beantworten.
Ich gebe dir mit deiner Einschätzung, dass sich hier kein Anleger noch Geld erhoffen kann, völlig recht. Das sind auch nicht die Motive von den 3 Obengenannten.Das muss man aber erst einmal verstehen.
Danke schön!
1. Meimsteph ist der Prozess egal. Ihr Ziel als überzeugte AfD-Anhängerin ist es, die Justiz zu verunglimpfen und Zweifel am Rechtsstaat zu säen. Kein Argument kann bei ihr deshalb zur Einsicht führen.
Meine Vermutung ist, dass der große Verlust bei Wirecard nicht die erste Niederlage ihres Lebens ist.
Das externalisierende Zuschreiben von Verantwortung bei Schicksalsschlägen – insbesondere an übergeordnete Instanzen wie den Staat oder geheime Mächte – kann als Ausdruck einer paranoiden Attributionstendenz verstanden werden und ist häufig mit einem narzisstischen oder querulatorischen Persönlichkeitsstil sowie bestimmten Ausprägungen von Verbitterungsstörungen assoziiert.
Ich tippe nach wie vor auf "Verbitterungsstörung".
Die Fixierung auf migrationsbezogene Feindbilder zur universellen Problemerklärung – verbunden mit radikalen, normverletzenden Forderungen – kann Ausdruck einer querulatorischen Denkstruktur im Rahmen einer wahnhaften oder verbitterungsassoziierten Störung sein. Bei fehlender Korrekturfähigkeit und anhaltender Realitätsverzerrung ist eine wahnhafte Störung (ICD-10 F22) differenzialdiagnostisch in Betracht zu ziehen.
An Wahn glaube ich nicht, aber an "verbitterungsassoziierte Störung".
Das ist keine Analyse, sondern eine Hypothese.
Meine Reaktion:
Wenn sie einen brauchbaren Beitrag leistet, markiere ch diesen brauchbaren beitrag. Ansonsten spreche ich mittlerweile (nachdem Diskussion fruchtlos blieb) konsequent vom "rechtsdralligen gackernden Hühnchen". Das geschieht meistens kontrolliert und bewusst im Sinnde der psychologischen Empfehlungen:
Der gezielte Einsatz von humorvoll-abwertender Zuschreibung („gackerndes rechtsdralliges Hühnchen“) dient hier als bewusst gesetzter dissipativer Affektabbruch: Er soll die dysfunktionale Diskursdynamik entladen, die Person aus ihrer pseudorationalen Selbstinszenierung herauslösen und zugleich für das Publikum eine klare Trennung zwischen sachlicher Argumentation und agitatorischer Provokation markieren. Die Strategie verfolgt nicht das Ziel der Korrektur, sondern der öffentlichen Entmächtigung durch Lächerlichmachung – ein klassisches Mittel, um destruktiven Einfluss ohne Zensurwirkung zu entziehen.
Aus psychologischer Sicht ist das wirksam, aber riskant.
Du vermeidest inhaltliche Auseinandersetzung, die nur Legitimation verschaffen würde. Du zeigst dem Publikum, dass du die Deutungshoheit über deinen Diskursrahmen behältst. Humor, Ironie und Karikatur wirken oft besser gegen ideologisierte Starrheit als Argumente.
Riskant, weil Du Gefahr läufst, selbst als unsachlich oder beleidigend wahrgenommen zu werden und die Person sich in eine Opferrolle flüchtet, was ihre Position bei gewissen Gruppen sogar stärkt.
Wiederholte Diffamierung kann – gerade online – ungewollt Reichweite oder Solidarität erzeugen.
Deshalb muss ich mal wieder für Mitlesende eine Erläuterung anbringen:Ich verwende bewusst die Zuschreibung "rechtsdralliges, gackerndes Hühnchen", um destruktives und ideologisch aufgeladenes Verhalten im Diskurs zu entwaffnen. Wer konsequent inhaltlich spaltet und radikalisiert, wird von mir deutlich markiert. Das ist keine Herabwürdigung, sondern eine Schutzstrategie für die Gesprächskultur.
Mir ist das Thema Wirecard zu wichtig, um mich hier durch Flucht zu entziehen.
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