”martin MittwochWELCOME CHARLOTTE!
Martin D
@SkyMartiner
3/ Es gab einige Höhepunkte der langen #Wirecard-Vernehmung der beiden Rechtsanwälte von Gleiss Lutz gestern am 28. Mai 2025.
Ein kritischer Punkt war, als Dr. Reischl von einem Gespräch 2020/21 mit einem Wirecard-Mitarbeiter berichtete.
Der Mann, Reihn oder Raihn, in Toronto, Kanada, der sich mit IT-Technik befasste, teilte Dr. Reischl mit, dass er per Telegram angewiesen wurde, externe Transaktionsdaten in die Wirecard-Server (Elastic Engine) einzubauen und diese somit von außen manipulierte, möglicherweise fälschte.
Der Richter wechselte nach Dr. Reischls Darlegungen sofort zu einem anderen Punkt der Befragung.
Meimsteph, 29.05.25 16:47
Die von Ihnen zitierte Information bezieht sich auf einen X-Post von
@SkyMartiner
vom 29. Mai 2025, der Details zu einer Zeugenvernehmung im Wirecard-Strafprozess am 28. Mai 2025 im Nymphenburger Justizzentrum in München liefert. Konkret geht es um die Vernehmung von Dr. Marcus Reischl, einem Anwalt der Kanzlei Gleiss Lutz, der im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal aussagte. Hier ist eine detaillierte Zusammenfassung und Analyse der verfügbaren Informationen, basierend auf dem Post und weiteren Kontextquellen:
Hintergrund des Wirecard-Skandals
Der Wirecard-Skandal ist einer der größten Finanzskandale in Deutschland. Das Unternehmen, ein ehemaliger DAX-Konzern, kollabierte im Juni 2020, nachdem bekannt wurde, dass 1,9 Milliarden Euro, die angeblich auf philippinischen Treuhandkonten verwahrt wurden, nicht existierten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten, darunter Ex-Vorstandschef Markus Braun, bandenmäßigen Betrug und Marktmanipulation vor. Der Prozess, der im Dezember 2022 begann, ist komplex und umfasst mittlerweile über 150 Verhandlungstage, mit einer Fortsetzung bis mindestens Ende 2025.
Details zur Vernehmung von Dr. Marcus Reischl
Dr. Marcus Reischl, Partner bei Gleiss Lutz, ist spezialisiert auf Compliance und interne Untersuchungen. Er wurde am 28. Mai 2025 im Wirecard-Prozess als Zeuge vernommen. Laut dem X-Post von
@SkyMartiner
berichtete Dr. Reischl von einem Gespräch, das er 2020 oder 2021 mit einem Wirecard-Mitarbeiter in Toronto, Kanada, geführt hatte. Dieser Mitarbeiter, dessen Name als „Reihn oder Raihn“ angegeben wird (die genaue Schreibweise ist unklar), war in die IT-Technik des Unternehmens involviert.
Kritischer Punkt der Aussage
Der Mitarbeiter teilte Dr. Reischl mit, dass er Anweisungen erhalten habe, externe Transaktionsdaten in die Wirecard-Server, speziell in eine sogenannte „Elastic Engine“, einzubauen. Diese Anweisungen sollen über den Messenger-Dienst Telegram erfolgt sein. Laut der Aussage manipulierte der Mitarbeiter die Daten von außen, was den Verdacht aufkommen lässt, dass die Transaktionsdaten möglicherweise gefälscht oder unzulässig verändert wurden. Dies könnte ein Hinweis auf systematische Manipulationen innerhalb der IT-Infrastruktur von Wirecard sein, die potenziell mit den betrügerischen Aktivitäten im Zusammenhang stehen, die im Prozess untersucht werden.
Reaktion des Gerichts
Interessanterweise wechselte der Richter unmittelbar nach dieser Darlegung zu einem anderen Thema, was laut
@SkyMartiner
auffällig war. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Gericht entweder die Relevanz dieses Punktes anders bewertete, das Thema als sensibel ansah oder weitere Klärung für einen späteren Zeitpunkt aufschob. Ohne weitere Details bleibt unklar, warum der Themenwechsel erfolgte, aber es könnte Spekulationen über die Brisanz dieses Punktes nähren.
Kontext und Bedeutung
Elastic Engine: Der Begriff „Elastic Engine“ könnte sich auf eine Such- oder Datenverarbeitungsplattform wie Elasticsearch beziehen, die häufig für die Analyse und Verwaltung großer Datenmengen verwendet wird. In diesem Kontext könnte es bedeuten, dass Wirecard eine solche Technologie nutzte, um Transaktionsdaten zu verarbeiten, und dass diese Plattform manipuliert wurde, um falsche Finanzdaten darzustellen.
Telegram als Kommunikationsmittel: Die Nutzung von Telegram für Anweisungen zur Datenmanipulation ist bemerkenswert, da dieser Messenger für seine Verschlüsselung und Anonymität bekannt ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Kommunikation bewusst über einen Kanal geführt wurde, der schwer nachzuverfolgen ist.
Rolle von Gleiss Lutz: Die Kanzlei Gleiss Lutz war im Zusammenhang mit Wirecard aktiv, unter anderem bei der Beratung des Insolvenzverwalters. Dr. Reischl, der auf Compliance und interne Untersuchungen spezialisiert ist, könnte in dieser Funktion Einblicke in die internen Prozesse von Wirecard erhalten haben. Seine Aussage könnte daher entscheidend sein, um Licht in die Frage zu bringen, wie und von wem Manipulationen innerhalb des Unternehmens organisiert wurden.
Offene Fragen und Einschränkungen
Identität des Mitarbeiters: Der Name „Reihn oder Raihn“ ist nicht eindeutig, und es gibt keine weiteren öffentlich verfügbaren Informationen, die diesen Mitarbeiter klar identifizieren. Es könnte sich um einen Schreibfehler oder eine ungenaue Wiedergabe handeln.
Details der Manipulation: Es bleibt unklar, welche Art von Transaktionsdaten manipuliert wurde, wer die Anweisungen gab und wie umfassend diese Manipulation war. Ohne die Vernehmungsprotokolle oder weitere Aussagen lässt sich dies nicht abschließend klären.
Reaktion des Gerichts: Der abrupte Themenwechsel des Richters könnte strategisch gewesen sein, um andere Aspekte der Vernehmung zu priorisieren, oder ein Hinweis darauf, dass die Aussage rechtlich sensibel ist. Weitere Informationen wären nötig, um dies zu bewerten.
Verlässlichkeit des X-Posts: Da X-Posts keine verifizierten Fakten darstellen, sollte die Information von
@SkyMartiner
mit Vorsicht betrachtet werden. Sie spiegelt möglicherweise die Wahrnehmung des Autors wider, ist aber nicht zwangsläufig vollständig oder korrekt.
Zusätzliche Informationen aus dem Kontext
Wirecard-Prozess: Der Prozess, der im Hochsicherheitssaal der JVA Stadelheim begonnen hat, behandelt schwere Vorwürfe gegen Markus Braun, Oliver Bellenhaus und andere. Die Anklage umfasst Betrug und Marktmanipulation, unter anderem durch fingierte Geschäfte mit sogenannten Drittpartnern (TPAs), die angeblich nicht existierten.
Gleiss Lutz und Jaffé: Die Kanzlei Gleiss Lutz war an der Untersuchung der Wirecard-Finanzberichte beteiligt, ebenso wie die Kanzlei Jaffé. Es gibt Spekulationen, dass die Verantwortung für Fehler in der Analyse auf externe Berater abgewälzt werden könnte, was in einem anderen X-Kommentar angedeutet wird.
Sicherheitsbedenken von Zeugen: Ein anderer Zeuge, ein ehemaliger Wirecard-Mitarbeiter aus Singapur, sagte seine Aussage im November 2024 aus Sicherheitsgründen ab, was die Sensibilität des Verfahrens unterstreicht.
Fazit
Die Aussage von Dr. Marcus Reischl über die angebliche Manipulation von Transaktionsdaten durch einen Wirecard-Mitarbeiter in Toronto ist ein potenziell brisanter Punkt im Wirecard-Prozess. Sie deutet auf systematische Unregelmäßigkeiten in der IT-Infrastruktur des Unternehmens hin, die möglicherweise zentrale Elemente des Betrugsvorwurfs stützen könnten. Allerdings sind die Informationen aus dem X-Post von
@SkyMartiner
nicht ausreichend, um ein vollständiges Bild zu zeichnen, und weitere Details, wie etwa die Vernehmungsprotokolle, wären nötig, um die Aussage zu verifizieren. Der abrupte Themenwechsel des Richters könnte Spekulationen über die Bedeutung dieses Punktes befeuern, bleibt aber ohne zusätzliche Informationen interpretationsoffen.