bevor ich als Basher- oder Pusheraccount deklariert werde, direkt das Bekenntnis, ja das ist mein erster Beitrag.
Starten möchte ich standesgemäß mit meiner Einschätzung der aktuellen Lage und einem Ausblick:
Am 18.06 werden die Karten neu gemischt und die Aktie fundamental neu bewertet.
Ob die Aktie vorher bei 100,- oder 85,-€ steht, sollte uns nur sekundär interessieren.
Neben dem Testat und Zahlen für 2019
steht bekanntlich auch Q1 und der Abschlussbericht von KPMG auf der Agenda.
Wichtigster Punkt ist zunächst das Testat,
weil es bei Wirecard die letzten Wochen & Monate nur um Vertrauen ging und nicht darum, dass man das profitabelste und wachstumstärkste Daxunterbehmen ist.
Ich bin aus zweierlei Gründen der Überzeugung, dass es ein uneingeschränktes Testat geben wird:
Zum einen wäre es andernfalls ein Wiederspruch, dass ein Termin zur JHV überhaupt einberufen wurde, auch wenn dieser verschoben wurde.
Für die Beschlussfassung über die Verwendung des Gewinns auf der JHV ist nämlich ein uneingeschränkt testierter Jahresabschluss Vorraussetzung. Zudem gibt es die gesetzliche "Empfehlung", dass dem AR der testierte Abschluss 60 Tage vor der JHV vorliegen muss. (Die Frist ist bereits rum)
Zum anderen ist Wirecard gesetzlich verpflichtet ein eingeschränktes Testat per Ad hoc-Meldung direkt nach bekannt werden zu melden.
Mit jedem Tag der aktuell also "ereignislos" vergeht, steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass am 18.06 der Jahresabschluss 2019 uneingeschränkt und voll testiert wird.
Gehen wir also von dem Testat aus und von guten Q1 Zahlen, von denen Braun ja bereits verlauten ließ das man den Erwartungen entsprechen wird trotz Corona,
dann wird die Geschichte höchstwahrscheinlich einmal mehr mit guten Aussichten abgerundet.
(Neue Partner, Aufschwung im Tourismus etc.)
Spätestens zur JHV werden aller Vorraussicht nach die zwei fehlenden Aufsichtsräte und der fehlende Vorstand vorgestellt. Auch dies ist in der Regel ein positives Signal.
Unter dem Strich bleibt Wirecard nichts für nervöse Anleger die von einem Tag wie Freitag den Blick auf das Ganze verlieren.
Auch die nächsten Wochen kann C.Hohn natürlich noch einmal ein Ass aus dem Ärmel ziehen, bei dem der Kurz nochmal fällt.
Durch diesen Druck hat man WDI langfristig allerdings einen gefallen getan.
Stichworte: Umbau des Aufsichtsrates & Vorstands, sowie Ausbau der der compliance Abteilung.
Die Angriffsfläche nimmt ab, während das operative Geschäfft durch den Wandel weg vom Bargeld nur weiter zunehmen kann.